Schlagwort-Archive: Verantwortung für sich selbst

Leben, um glücklich zu sein

Irgendwann wird es für jeden vorbei sein – auch für mich.

Diesen Weg zu gehen, bleibt niemandem erspart. Doch wohin führt er? Für mich ist das klar:

Irgendwann werde ich vor der Türe dort oben stehen und man wird mich fragen: „Nun, Petra, bist du also hier. Sprich, hast du in deinem Leben auf Erden denn alles dafür getan, glücklich zu sein?“

Würde ich dann „Nein“ antworten müssen, wäre das fürchterlich! Ich würde also da stehen, um Einlass bitten und könnte diese so einfache Frage nur verneinen!? Ich müsste zugeben, zu feige gewesen zu sein!? Zu feige, um meine Vorstellung vom Glück auch zu leben…?

Als mir dies klar wurde und als ich wusste, dass ich niemals eine solche Frage mit „Nein“ beantworten mögen würde, änderte sich vieles.

Eigentlich änderte sich alles.

Schon viele Jahre spürte ich, dass ich nicht MEIN Leben lebte. Ich hatte mich angepasst, sog. Sachzwänge bedient, immer nur andere in den Focus gestellt. Mein Rotkreuz auf der Stirn war schon eintätowiert. Atmete jemand um mich herum schwer? Ich eilte! Sah jemand unglücklich aus? Ich war da! Stritten sich zwei mir wichtige Menschen? Ich spielte den Prellbock und Harmonisierer! Oh, ich hätte sicher eine Menge Medaillen für Harmoniesucht erhalten, wenn sie vergeben worden wären!

Den Bumerang von all dem hatte ich auch schon hinnehmen müssen in Form von einer Krebserkrankung und manchem anderen, das nachfolgte.

Alles hatte ich überwunden, war wieder bedingt gesund – und war doch in einem Leben, das nicht meines war.

Ich brauchte eine Weile, um zu wissen, was mich glücklich machen könnte. Zeitweise dachte ich, Glück könne nur von außen zu mir kommen – ein Irrtum.

ich begann zu schreiben, spürte eine kleine federleichte Flamme dabei in mir… könnte es das Schreiben sein, das mein Glück darstellte? Ich bin seitdem jeden Schritt vertrauensvoll gegangen, ohne danach zu fragen, was die anderen sagen und denken könnten. Und die kleine federleichte Flamme strahlt in einem warmen Schein, nicht mehr verlöschend, stetig sich nährend und Kraft schöpfend aus allem, was mein Herz berührt.

Ich werde, wenn es einst soweit sein sollte für mich, auf die Frage: „Nun, Petra, hast du alles dafür getan, in deinem Leben auf Erden, um glücklich zu sein?“ laut und ohne Zögern „JA!“ sagen können.

Für jeden sieht das Glück anders aus. Es zu suchen in sich selbst, es zu erkennen und zu leben, ist der Sinn des Lebens.

Gib dem Leben Sinn, lebe auf deine Weise, folge deiner Glücksmelodie!

© Petra Jähnke, 2/2015

Alles schwingt!

Wieviel Schwäche hält eigene Stärke aus

Zweifel seit Jahren, immer wieder fortgewischt durch neue Hoffnung –

Stets aufs Neue im Keime erstickt und verzweifelt betrauert.

Kurzes Aufblitzen alter Gefühle, längst im staubigsten Winkel verwahrt –

Reflexartig aus Selbstschutz erneut zu Grabe getragen.

Fest der Liebe, der Harmonie, pfleglichst jedes Mal zu neuem Glanze poliert  –

stete Rückkehr alter Schatten und matter Stellen – Sisyphusarbeit.

Stärke für alle und alles, Stärke für sich selbst, Mutmacher-Sprüche –

Schwäche, kapitulierend im Angesicht der Ausweglosigkeit.

Lieder von Liebe, Melodien von Glück erzählend –

doch Worte und Taten als krasser Gegensatz.

Stärke, gehütet und genährt aus dem Bodensatz der Seele –

von Schwäche, dem steten Tropfen jeden Tages, ad absurdum geführt.

Kraftakte nötig zur Niederringung der Schwäche –

wie lange reicht sie, die aus sich selbst schöpfende Stärke…

 

 Alles schwingt… Petra

 

 

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Ich werde antworten!

 

SCHAUMSCHLÄGER

Man trifft sie überall,

diese Menschen, die nur reden –

Die wie unter Strom erscheinend

ihre Luftblasen produzieren,

unter denen man kurzfristig

zu ersticken glaubt –

so vereinnahmend und

überrollend kommen sie daher.

 

Sie tragen ihre Defizite,

getarnt hinter lautem Lärm um nichts,

durch ihre Tage

und sie treten dir zu nah,

ohne es zu registrieren.

Sie sind an den eigenen

Unzulänglichkeiten

gescheitert und kaschieren

ihre Angst vor der eigenen Schwäche

durch lautes Gehabe.

 

Sie schlagen Schaum mit fast jedem Wort,

machen mehr aus sich selbst

und allem, um sich herum,

um größer, stärker und

klüger zu erscheinen –

im Grunde nur

 für ihr eigenes

Selbstwertgefühl.

 

© Petra Jähnke, 11/2014

 

Alles schwingt! Petra

 

Wer jetzt auf einen passenden Musiktitel gespannt ist – den muss ich enttäuschen…

DAZU fiel mir nun wirklich keiner ein:-(

Solltest Du eine Idee haben, dann schreib sie mir! Danke!

November-Gedanken I

Der Trauermonat… in ihm liegen Feier- und Gedenktage wie Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag  und der Totensonntag, der einen Sonntag vor dem ersten Advent liegt und das Kirchenjahr beschließt. Mit dem Advent beginnt dann das neue Kirchenjahr, das Warten auf Weihnachten und die Geburt Jesu.

Gedenken an Gefallene, Verstorbene – für mich stehen diese Gedenktage für den Begriff des Abschiednehmens.

Abschied muss man als Mensch in vielfältiger Form nehmen und nicht immer betrifft es die Todesfälle in der Familie und im Freundeskreis. Der Tod ist die endgültigste Form des Abschieds, denn es bleibt einem keine Chance mehr, einem wie auch anders gelagerten „Abschied“ die Spitze zu nehmen, einen letzten Rettungsversuch zu starten.

Damit meine ich die Abschiede, die es im Leben immer wieder zu nehmen gilt: Gescheiterte Beziehungen und Ehen; Freundschaften, die sich auseinander dividieren. Ist es wirklich nicht möglich, dass sich zwei Menschen trennen, ohne einander weh zu tun? Und wenn es denn geschehen ist, dieses Verletzen-des-anderen – gibt es wirklich keine Worte wie „es tut mir leid“, „es war nicht so gemeint“ – keine Gesten, die der Trennung die Endgültigkeit und Schärfe nehmen? Die Achtung vor dem anderen, war sie nie Teil und Basis dieser wie immer auch gelagerten Beziehung?

Wir reden so unendlich oft und viel von Wertschätzung und Achtsamkeit – nur: leben wir sie auch selbst in unserem Alltag? Gehört das Verzeihen-können nicht automatisch in diese Reihe der menschlichen Fähigkeiten hinein? Wir werden mit all diesen inneren Gaben geboren, da bin ich mir sicher – mit Liebe, Verständnis, Nachsicht, Fürsorglichkeit, Nächstenliebe. Doch während wir erwachsen werden, müssen wir anderes lernen, um im Alltag dieser Ellenbogengesellschaft zu bestehen: Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Müssen wir? Gegen den Strom zu schwimmen mag anstrengend sein, aber es macht stark. Stark, um mit Menschlichkeit alle Klippen zu umschiffen.

Es gibt noch andere Abschiede in unserem Leben, die uns ganz allein betreffen, die „unsere persönlichen Abschiede“ sind. Wenn uns Krankheiten zwingen, unser bisheriges Leben zu überdenken und zu ändern, müssen wir lernen, einen Teil von uns in Liebe loszulassen.  Wenn die fehlende Gesundheit zu einem Teil von uns wird, uns einschränkt und unsere Wege umleitet, obwohl wir bisher ganz andere gingen mit viel größerer Energie – dann sind dies Abschiede, die wir in ihrer Endgültigkeit anzunehmen lernen müssen, um trotzdem ein zufriedenes Leben führen zu können.

Uns wurde nie ein Rosengarten versprochen und selbst wenn es so wäre, hätten die prachtvollsten, duftendsten Rosen zugleich die verletzendsten Dornen, denen wir tunlichst ausweichen müssten.

Der November bringt uns mit seinen grauen, kalten Tagen und der frühen Dunkelheit am Abend eine gewisse Melancholie, manchmal auch ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Verloren-sein. Wer kennt diese Momente nicht…

Ganz bei sich zu sein, Vergangenes zu bewältigen, Traurigem nachzuspüren, sich von Illusionen zu verabschieden, die letzten Träume zu hegen und zu pflegen – dafür ist er die rechte Zeit, dieser November. Er geht vorüber, wie auch unsere Neuorientierung im Innersten.

Denn: Alles schwingt!

Petra, im November 2014

 

 

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Ich werde antworten!

Es ist nicht wichtig

Es ist nicht wichtig,

wie alt du nach Jahren bist, wenn dein inneres Ich zeitlos ist und du dich immer noch wie ein Kind freuen kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob du Mann oder Frau bist, wenn du Menschlichkeit leben kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob dein Körper vom Leben gezeichnet wurde, wenn du nur deine Seele hast schützen können vor Verletzungen, die nie vergehen.

Es ist nicht wichtig,

wie lang oder kurz dein Leben auch bemessen sein wird, wenn du jeden Tag gelernt hast, die Wunder um dich herum zu sehen.

Es ist nicht wichtig,

wie viele Menschen du „Freund“ nennen kannst, wenn es nur die richtigen sind, die deinem Innersten nah kommen.

Es ist nicht wichtig,

was andere von dir denken, wenn du nur selbst weißt, wer du bist und warum du so bist.

 Foto copyright by Zwilling

Alles schwingt!

Petra

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EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5

Heute möchte ich meinen BLOG nutzen, um die Aufmerksamkeit von meinen Besuchern auf etwas zu lenken, an dem mein ganzes Herz hängt.

Seit Mai 2014 bringt der Lyrika Verlag ein Online-Magazin heraus, das in der modernen PageFlipping-Technik erstellt ist und mit Leben erfüllt wird durch Beiträge von Gastautoren und -autorinnen.

Hier der Start-Text aus der Ausgabe Mai 2014:

´Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht´.

Dass dies so ist, haben die vergangenen zwei Jahre der Lyrika Verlag-Existenz bewiesen –

den Mut, Ideen umzusetzen, vorausgesetzt.

Der Lyrika Verlag steht für Emotionen, für Gefühle in all ihrer Bandbreite. Die Möglichkeiten, diesen Ausdruck zu verleihen, sind so vielfältig wie es die Kreativität des Menschen ist:

Worte, Farben, Töne und Werkmaterialien sind ebenso unendlich in ihrer Ausdrucksmöglichkeit wie deren ganz persönlich eingefärbte Umsetzung als Autor, Komponist, Maler, Fotograf  oder Bildhauer.

Genau so schillernd in ihrer Vielfalt  sind die begehbaren Wege, sich den Themen unseres Menschseins anzunähern. Was wären wir mit all unseren, manchmal schmerzlich erworbenen Erkenntnissen/Erfahrungen, wenn wir sie nicht mitteilen würden!

Ideen sind Werkzeuge des Kreativen  –  Ideen, geboren aus Herz und Verstand. In einem dieser Augenblicke entstand die Idee zu Emotional Blue, dem Magazin für alle Themen, die emotional berühren.

Emotional Blue bietet Raum für jede Form des geschriebenen Worts, sei es Kurzgeschichte, Themenbeitrag, Betrachtung, Essay, Erzählung, Gedicht, Fabel, Märchen, Glosse…

Emotional Blue hat Platz für Bilder, seien es von Künstlerhand gemalte oder Fotografien, die Stimmungen einfangen.

Emotional Blue kommt als modernes Page-Flipping-Magazin zu seinen Lesern. Doch wie immer, wenn der Lyrika Verlag dahinter steht, geht es um die Inhalte.

Als dann! Möge dieses neue Projekt schwungvoll beginnen, gerne und oft weiterempfohlen werden und viele Leser/Innen finden.

Nun ist die fünfte Ausgabe online und ich lade jeden ein, hineinzuschauen, zu blättern, den Links zu folgen und vor allem die Vorlesefunktion zu nutzen!

EMOTIONALBLUE Ausgabe 5

 Hier der Info-Text zu dieser November- und Vorweihnachtsausgabe:

Die EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5 ist da.

Sie kommt als Weihnnachts-Sonderausgabe zu Ihnen allen und bringt ein paar kleine Überraschungen mit sich:

Auf der Startseite begrüßt Sie, wenn Sie mögen, ein kleines Medley von Weihnachtsliedern. Die Vorlesefunktionen sind wie immer installiert, allerdings verbergen sich dahinter auf vier Seiten weitere Weihnachts-Bonbons. Bitte nutzen Sie ganz besonders bei dieser BLUE 5 ihre Lautsprecher und haben Sie viel Freude an den Beiträgen und Gedichten.

Sie meinen, es sei noch reichlich Zeit bis zur Adventszeit?

Sie haben Recht – Aber die Gastbeiträge in dieser Ausgabe verdienen es, schon vor der besinnlichen Zeit zur Verfügung zu stehen. Sie sind vielfältig wie immer: sie laden zum Schmunzeln ein, ebenso wie zum Nachklingen lassen und Bedenken.

Wenn Ihnen jetzt noch das Weihnachtslieder-Medley verfrüht erscheint – Sie haben es in der Hand, ob Sie es hören mögen oder nicht.

Diese BLUE bietet Themen, die in die dunkle, besinnlichere Jahreszeit passen.

Sie reden von Scham und Schuld (Willkommen mit dem ersten Beitrag als Gastautor Ralf Hillmann!), vom Frieden auf Erden, vom Kuss der Liebe, vom Kirchgang und dem ´Schmerzentsetzen´ (Willkommen in der EMOTIONAL BLUE, Oluf Castagne!), von Dankbarkeit, dem Gesetz der Liebe, vom Abschied mit Gefühl und vielem anderen mehr. Die ´Desiderata´  (eine Herzenssache unseres Webmasters Holger Holthaus) wartet ebenso auf Sie wie die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium und als Geschenk an die Leser und – in diesem Fall explizit! – an die Hörer der BLUE, eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte von Michael Rath, dem wir hier an dieser Stelle von Herzen DANKESCHÖN sagen dafür.

Wir, das BLUE-Team Holger Holthaus und ich, haben an dieser Ausgabe tagelang, nein wochenlang gefeilt, verändert, verfeinert, ergänzt. „Learning by Doing“ in seiner perfekten FormJ

Und wir möchten mit dieser ´etwas anderen´ EMOTIONAL BLUE unseren Dank zum Ausdruck bringen  an die vielen Gastautoren und Gastautorinnen des vergangenen Jahres 2014. Ohne Euch wäre die BLUE nur eine Idee. Ihr habt sie durch Eure Beteiligung wahr werden lassen und wir alle gemeinsam können am Ende des Jahres zufrieden zurück schauen auf ein Magazin, das seinesgleichen sucht.

Herzlichst,

Holger Holthaus und Petra Milkereit

 

Und noch etwas: Wir sammeln schon Gastbeiträge für die Neujahrsausgabe!

Interesse?

Mail an emotionalblue@email.de

DEN MUND ZU VOLL GENOMMEN

Den Mund zu voll genommen,

mal wieder zu nichts gekommen.

Nur ein erneuter Selbstbetrug,

die Sache war doch nicht wichtig genug.

 

Versprechungen in höchsten Tönen

mit Worten, so wunderbar schönen.

Verlass dich auf mich, vertraue mir?

Bist nur ein im Käfig gefangenes Tier…

 

Unzählige Dinge begonnen zu tun,

Kilometer gegangen in fremden Schuh ‘n.

Vieles gewollt, das meiste blieb liegen.

Ein stetes die eigene Seele verbiegen…

 

In bester Absicht gewollt, nicht getan –

Wieder nicht möglich,

was man eigentlich kann.

Den Konsequenzen entkommen –

Nur den Mund zu voll genommen.

 

© Petra Jähnke 2012; veröffentlicht 2013 in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ im Lyrika Verlag

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