Schlagwort-Archive: schwere Erkrankungen

Gestalter unserer eigenen Welt

Da liegt es nun vor uns, dieses neue Jahr, mit all seinen Chancen, Möglichkeiten, Unwägbarkeiten und Geheimnissen.

Randvoll geladen durch unsere Wünsche, guten Vorsätze, Hoffnungen und verziert von dem Wissen um die eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen.

Fragen stehen im Kreis um einen herum:

Werde ich mit dem, was ich tue, in diesem Jahr erfolgreicher werden?

Werde ich meine Hemmungen überwinden können, damit ich mehr von meinem Potenzial entfalten kann?

Werde ich das erleben dürfen, was ich persönlich unter Liebe verstehe?

Werde ich meine Gesundheit erhalten können oder sie zumindest teilweise zurückerlangen?

Wird mich mein Weg auch weiterhin durch neue Türen auf neue Wege führen und mein Leben auch in diesem Jahr reich sein auf eine ganz besondere Weise?

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Alles beginnt in Dir – Teil 1

I. Der abenteuerliche Weg zu den eigenen Gefühlen

Ich habe lernen dürfen, wie viel Kraft und Seelenstärke in einem Menschen vorhanden ist. Wie viel wir (er)tragen können, wie unendlich groß trotz allem die Lust am Leben sein kann. Die Welt braucht mutige Menschen, die ehrlich genug sind, von dem zu berichten, was ihnen im Leben auferlegt wurde und wie sie es trotzdem immer wieder schaffen, jedem Tag etwas Gutes-Positives-Liebevolles abzuringen. Die Welt braucht ganz viele solcher wahren Geschichten, solcher Beispiele, über denen in Goldlettern ein „Jetzt erst recht“ thront. Ich werde Dir genau von solch wahren Geschichten berichten.

Bis bald wieder und denk immer daran: Alles schwingt!

Herzlichst, Petra

Was ist wichtig im Leben?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Ist es Geld? Nur bedingt. Wenn es unseren ganz normalen Lebensunterhalt decken soll, dann ist es wichtig. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine Dreingabe – angenehm, aber nicht wichtig.

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November-Gedanken I

Der Trauermonat… in ihm liegen Feier- und Gedenktage wie Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag  und der Totensonntag, der einen Sonntag vor dem ersten Advent liegt und das Kirchenjahr beschließt. Mit dem Advent beginnt dann das neue Kirchenjahr, das Warten auf Weihnachten und die Geburt Jesu.

Gedenken an Gefallene, Verstorbene – für mich stehen diese Gedenktage für den Begriff des Abschiednehmens.

Abschied muss man als Mensch in vielfältiger Form nehmen und nicht immer betrifft es die Todesfälle in der Familie und im Freundeskreis. Der Tod ist die endgültigste Form des Abschieds, denn es bleibt einem keine Chance mehr, einem wie auch anders gelagerten „Abschied“ die Spitze zu nehmen, einen letzten Rettungsversuch zu starten.

Damit meine ich die Abschiede, die es im Leben immer wieder zu nehmen gilt: Gescheiterte Beziehungen und Ehen; Freundschaften, die sich auseinander dividieren. Ist es wirklich nicht möglich, dass sich zwei Menschen trennen, ohne einander weh zu tun? Und wenn es denn geschehen ist, dieses Verletzen-des-anderen – gibt es wirklich keine Worte wie „es tut mir leid“, „es war nicht so gemeint“ – keine Gesten, die der Trennung die Endgültigkeit und Schärfe nehmen? Die Achtung vor dem anderen, war sie nie Teil und Basis dieser wie immer auch gelagerten Beziehung?

Wir reden so unendlich oft und viel von Wertschätzung und Achtsamkeit – nur: leben wir sie auch selbst in unserem Alltag? Gehört das Verzeihen-können nicht automatisch in diese Reihe der menschlichen Fähigkeiten hinein? Wir werden mit all diesen inneren Gaben geboren, da bin ich mir sicher – mit Liebe, Verständnis, Nachsicht, Fürsorglichkeit, Nächstenliebe. Doch während wir erwachsen werden, müssen wir anderes lernen, um im Alltag dieser Ellenbogengesellschaft zu bestehen: Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Müssen wir? Gegen den Strom zu schwimmen mag anstrengend sein, aber es macht stark. Stark, um mit Menschlichkeit alle Klippen zu umschiffen.

Es gibt noch andere Abschiede in unserem Leben, die uns ganz allein betreffen, die „unsere persönlichen Abschiede“ sind. Wenn uns Krankheiten zwingen, unser bisheriges Leben zu überdenken und zu ändern, müssen wir lernen, einen Teil von uns in Liebe loszulassen.  Wenn die fehlende Gesundheit zu einem Teil von uns wird, uns einschränkt und unsere Wege umleitet, obwohl wir bisher ganz andere gingen mit viel größerer Energie – dann sind dies Abschiede, die wir in ihrer Endgültigkeit anzunehmen lernen müssen, um trotzdem ein zufriedenes Leben führen zu können.

Uns wurde nie ein Rosengarten versprochen und selbst wenn es so wäre, hätten die prachtvollsten, duftendsten Rosen zugleich die verletzendsten Dornen, denen wir tunlichst ausweichen müssten.

Der November bringt uns mit seinen grauen, kalten Tagen und der frühen Dunkelheit am Abend eine gewisse Melancholie, manchmal auch ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Verloren-sein. Wer kennt diese Momente nicht…

Ganz bei sich zu sein, Vergangenes zu bewältigen, Traurigem nachzuspüren, sich von Illusionen zu verabschieden, die letzten Träume zu hegen und zu pflegen – dafür ist er die rechte Zeit, dieser November. Er geht vorüber, wie auch unsere Neuorientierung im Innersten.

Denn: Alles schwingt!

Petra, im November 2014

 

 

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SCHMERZ

nein, du wirst mir die Kraft nicht rauben

egal, wie du bohrst, wie du stichst oder brennst

nein, ich werde nie an Aufgeben glauben

auch wenn du stets da bist und mich in Wogen überrennst

nein, ich werde nie liegenbleiben

auch wenn du stark bist, alles nur noch in Grau tunkst

nein, ich lasse mich nicht zerreiben

selbst wenn du blitzende Schmerzkaskaden funkst

nein, ich werde mich dir nicht ergeben

auch wenn dir täglich eine neue Spielart einfällt

nein, selbst mit dir sind die Tage voll Leben

egal, welche neue Hürde in den Weg du mir stellst

© Petra Jähnke, 2014

Ein weiterer Text von der Thematik passend, ist hier zu finden:

http://www.petra-jaehnke.de/-g-Sorge-gut-f.ue.r-dich-g-.htm

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Glaub an dich selbst

Leichter gesagt, als getan?

Stimmt. Aber wer hat uns versprochen, dass es leicht sein wird, unser Leben?

Es gibt unendlich viele Fallstricke auf dem Weg – manche reißen uns regelrecht die Beine weg und wir sind – fast wörtlich zu nehmen – am Boden zerstört. Für das WARUM gibt es ebenso unendlich viele Gründe: Enttäuschungen – zu hohe Erwartungen an jemanden, an uns selbst – Misserfolge im Berufsleben – gescheiterte Beziehungen –  eigene Fehlentscheidungen, deren Konsequenzen an uns nagen – jeder von uns könnte weitere Beispiele aufzählen!

Was ist mit wirklich schweren Krankheiten, fragst du? Können die uns nicht den Mut rauben, uns kraftlos machen, uns aufgeben lassen wollen?

Irgendwann mag es so sein, denn du und ich, wir leben nicht ewig auf dieser wunderschönen Erde. Es wird der Tag kommen, da wir die Fahne streichen müssen, uns fügen in unser Schicksal.

Doch solange es geht, solange in uns noch Kraft und Lebensmut vorhanden ist, sollten wir nie aufgeben. Nie. Sie hat gut reden, meinst du? Ja, habe ich. ich schreibe hier nicht rein hypothetisch und gebe Durchhalteparolen aus, ohne zu wissen, worüber ich mich äußere. Ich gehe seit Jahren meinen Weg durch die diversen (chronischen) Krankheiten – unglaublich, wie viele einen Einzelnen so treffen können… Es summieren sich die unterschiedlichsten ´Defekte´ in mir, und sie sind alle keine Bagatellen. Und trotzdem ist das Leben schön! Auch wenn ich Abstriche machen muss meine Gesundheit betreffend, auch wenn ich Einschränkungen annehmen muss, auch wenn der Schmerz mein täglicher Begleiter ist.

Glaub an dich selbst, so wie ich es tue. In dir verborgen liegen so viele Kraftreserven, zapfe sie an! Gib dich nicht vorzeitig auf, denn das Leben hält schon hinter der nächsten Ecke neue Überraschungen bereit. Es mag eventuell eine Weile dauern, bis du sie erreichst, diese nächste Ecke – aber wenn, wirst du dir sagen können: Na bitte, es hat sich gelohnt, dass ich an mich geglaubt habe!

© Petra Jähnke 2014

 

Alles schwingt!

Petra

Ein wenig weiterer Lesestoff auf meiner Autorenseite:

http://www.petra-jaehnke.de/Auf-dem-nie_enden_wollenden-Weg-zu-sich-selbst.htm

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Wenn das Schicksal anklopft

An dem Tag, als seine Welt zu bröckeln begann, war die Sonne von Wolken ungetrübt am tiefblauen Himmel unterwegs und über allem lag ein Hauch von Frieden.

Er hatte die Post herein geholt und nahm sie mit auf seine traumschöne Terrasse mit Blick auf das Meer. Er setzte sich in seinen Relax-Liegestuhl vom feinsten Outdoor-Möbelhersteller, griff zu seinem sündhaft teuren Whisky und schaute die Umschläge grob durch, während er sich einen Drink in sein Glas goss.

Abgelenkt durch die Flugkünste eines Schwalbenpaares schaute er einige Zeit empor und lächelte vor sich hin. ´Wo Schwalben nisten wohnt das Glück´ hatte seine Großmutter immer gesagt.

Die Werbung landete gleich auf einem leeren Stuhl neben ihm, übrig blieben drei Umschläge. Der erste kam von seiner Hausbank und enthielt die neuesten Kontoauszüge, die er nur flüchtig überflog. Der zweite hatte Zeit, es war eine berufliche Angelegenheit und er war nicht im Büro – also beiseite auch mit dieser Post.

Den dritten schaute er erstaunt an, denn er konnte den Absender nicht gleich erkennen. Dann sah er die kleine Zeile im Adressfenster oberhalb seiner Anschrift und hielt inne. Dieser Umschlag kam aus dem Universitätsklinikum, in dem er vor zehn Tagen zum großen Check-up war.

Er ging schon seit vielen Jahren einmal im Jahr dorthin – ´währet den Anfängen´, auch so ein Spruch seiner Großmutter, den er verinnerlicht hatte. Nie hatte er je Post danach erhalten. Er legte den Brief auf den Terrassentisch und trank sehr langsam einen Schluck von seinem Whisky, während er sich bemühte, seinen sich steigernden Herzschlag durch tiefe Atemzüge zu beruhigen.

Er stellte das Glas auf den Tisch und nahm ihn in die Hand, diesen ersten seiner Art. „So also fühlt es sich an“, dachte er, „wenn das Schicksal anklopfen kommt…“. Er öffnete den Umschlag ebenso langsam, wie er ihn schon gewendet und gedreht hatte. Dann nahm er das Schreiben der Klinik heraus, es waren mehrere Seiten, und las den Inhalt, ohne ihn recht fassen zu können. Drehten sich diese Zeilen um ihn? Er schüttelte ungläubig leise mit dem Kopf, nahm einen neuerlichen Schluck aus seinem Glas und las nochmals von vorn.

Die Sonne, die geradezu unverschämt strahlte und den Himmel erhellte, erlosch für seine Augen. Ein Vorhang schob sich in seinen Blick, der alles andere ausblendete, was ihn eben noch zum Lächeln gebracht hatte. Er starrte auf das Meer, das in ein paar hundert Metern Entfernung unverändert sanft auf den Ufersaum traf. Der erste Umschlag dieser Art lag auf seinem linken Schenkel, die Hand als wolle sie ihn unsichtbar machen darüber. In seinen Ohren rauschte es leise und es fühlte sich für ihn an, als könne er seinen eigenen Gedanken lauschen.

In diesem Augenblick spürte er, wie sein bisheriges Leben zu zerbröckeln begann in tausend kleinste Teile. Nichts wird mehr sein wie vor diesem Umschlag – alle Rituale seines Tages, die er so liebte – dass er sie liebte, wurde ihm siedend heiß in diesem einen Augenblick erst bewusst! – waren Vergangenheit geworden beim Lesen dieses Schreibens. Schwarze Zeichen auf weißem Grund hatten Kraft genug, um wie mit einem Vorschlaghammer die Vorzeichen seines Lebens umzudrehen.

Eine Kälte, die aus ihm heraus kroch, verursachte ein feines Erschauern an seinem ganzen Körper, als er aufstand, um ans Telefon zu gehen…

© Petra Jähnke, 2014

 Alles schwingt…

Petra

 

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