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Weihnacht

Immer zum Jahresende, wohl durch die Ballung der besonderen Feiertage,
bricht er wieder aus mir heraus:

Ein kleiner Teil meines „früheren“ Lebens, das mir unendlich lange zurückliegend erscheint.

Ich komme aus einem Sozialberuf, in dem ich mit kleinen Kindern und Jugendlichen zu tun hatte. Der November mit seiner grauen, trüben Dunkelheit und die anschließende Adventszeit hatten immer ihre ganz eigenen „Gesetze“.

Selbst die unruhigsten Geister wurden stiller, wollten beisammen sitzen bei Kerzenschein, Kakao und Keksen und erzählen –

warum heißt dieser Sonntag Ewigkeitssonntag oder Totensonntag?

Woher kommt das, dieses ADVENT?

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Es ist jetzt Mitte Dezember und ich finde, wir könnten auch „beisammensitzen“.

Könnten  bei einem Glas Rotwein oder einem heißen Tee und leiser Musik im Hintergrund ein wenig zur Ruhe kommen und die Gedanken schweifen lassen.

Wer mag, möge es nun tun….

einfach runterkommen, entspannen und meinen kleinen Berichten folgen….

ich freue mich über jeden.

 

Du fragst, warum der Sonntag vor dem Advent, dieser letzte Sonntag im Kirchenjahr Totensonntag heißt, hm? Oder Ewigkeitssonntag?

Nun, dies ist die Zeit im Jahr, in der wir Menschen verstärkt denken an diejenigen, die nicht mehr bei uns sind. Vielleicht ist deine Oma schon verstorben? Oder ein Onkel von dir…siehst du.

Dieser Mensch ist fort, nicht mehr hier bei dir, in deiner Nähe. Du kannst nicht mehr zu ihm gehen, dich an einen Tisch setzen mit ihm und erzählen und lachen und Trost finden. Jede Familie hat ihre Toten, die liebgewonnenen Menschen, die nun nicht mehr da sind.
 

Der Sonntag hat seinen Namen, weil an diesem speziellen Tag in den Kirchen vieler Glaubensrichtungen jenen gedacht wird, die nicht mehr auf Erden, aber hoffentlich in der Ewigkeit wohlbehütet angekommen sind.
 Was ist die Ewigkeit, fragst du? 
Wenn du einer Kirche angehörst und an Gott glaubst, dann ist die Ewigkeit bei IHM, im Himmel. 
Wir alle hier auf Erden haben keine Vorstellung vom Himmel, wir schöpfen Trost aus der Vorstellung, 
dass es ihn gibt und unsere Lieben dort sind.

Aber solange wir unsere Lieben in unserem Herzen tragen, sie nicht vergessen und uns einander von ihnen erzählen – solange ist wenigstens ein kleiner Teil der „Ewigkeit“ auch bei uns.
 

Denn erst wenn ein Mensch vergessen ist, wenn keiner mehr von ihm spricht : „Weißt du noch, damals als Papa…?“ – „Jetzt hätte Mutti gesagt…!“ ...erst dann ist dieser Mensch wirklich fort…

Ein nie-gewesen, nie-gedacht.

Gib einfach jedem, den du lieb hast, in deinem Herzen eine kleine warme Kammer.

Am besten jetzt, heute, sofort.

Lass ihn da einziehen und du wirst sehen, er verlässt diese Herzenskammer nie wieder, 
selbst wenn er stirbt.

In meinem Herzen sind viele kleine wohlig-warme Kammern bewohnt von jenen, 
denen meine Liebe gehört: Ich habe schon oft Abschied nehmen müssen, von meiner Mutti, meinem Papa, meiner Tante, meinen vier Cousins – aber sie nie ganz verloren.

Mach auch du es so – lass nie zu, dass das Vergessen siegt.


Ein wenig Geschichtliches:


Die Adventzeit ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten,
Der erste Adventsonntag fällt zwischen den 27. November und 3. Dezember eines Jahres
und endet am Heiligen Abend. Mit dem ersten Advent beginnt in den katholischen und evangelischen Kirchen das neue Kirchenjahr.


Der Name „Advent“ stammt aus dem lateinischen (adventus) und bedeutet übersetzt „Ankunft“. Im 5. Jahrhundert wurde in Italien erstmals Advent gefeiert.
Die Adventslithurgie wurde im 6. Jahrhundert festgesetzt.
Die 4 Wochen deuten symbolisch auf 4000 Jahre, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten muss.
In früheren Jahren war die Adventszeit eine kirchliche Fastenzeit.



Die meisten Familien feiern den Advent mit einem Adventkranz, festlich geschmückt mit vier Kerzen.
Adventkränze werden meist aus dünnen Tannenzweigen gebunden.
Ein noch sehr junger Brauch, der erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts
in Deutschland und Österreich übernommen wurde.

Der Adventkranz symbolisiert den Kampf der Christen gegen das Dunkle in der Welt.

Der erste Adventkranz in Deutschland
wurde von Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839 vor der Betreuungsanstalt für
Waisenkinder „Rauhes Haus“ aufgestellt. Auf einem Holzreifen wurden damals
23 Kerzen angebracht. Vier große, weiße Kerzen symbolisierten die Sonntage bis zum Christtag, 19 kleine rote Kerzen die Werktage bis Weihnachten.

Jeden Tag wurde von den Kindern eine Kerze angezündet und am Heiligen Abend brannten alle Kerzen.


Christstollen:
Typisch für die Adventzeit ist auch das Backen von Christstollen, die wohl älteste Weihnachtsbäckerei.
Urkundlich wurde der Christstollen bereits anno 1330 erwähnt, ursprünglich als Fastengebäck gebacken. Damals noch unter dem Namen „Christbod“ gehört er zu den „Gebildbroten“,
Deutungen sehen in dem mit feinen Zucker überpuderten Laib ein Symbol für das gewickelte Christkind.

So, und mit all diesen Informationen lässt es sich doch gleich viel entspannter
auf das Weihnachtsfest zusteuern, nicht wahr?

Die Kerzen nacheinander entzünden, ein Stück Christstollen schlemmen und ein wenig mehr
Geschichtliches darin erkennen!

Der ursprüngliche St. Nikolaus, dessen Gedenktag am 6. Dezember gefeiert wird,
war Bischof Nikolaus von Myra, der zwischen 270 und 286 n. Chr. in Patara geboren wurde.  Er wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra (heute: Türkei),  damals Teil des römischen Reichs.

Viele Legenden ranken sich um ihn, diesen Mann, der an Kinder und Bedürftige
all seinen irdischen Reichtum verschenkte, der viel Gutes tat und auch
Wunder vollbracht haben soll.

Nikolaus gilt als Schutzpatron der Kinder, Nothelfer der Gebärenden, Heiliger der Bäcker
und Metzger und Schirmherr der Advokaten und Kaufleute und gleichzeitig auch der Bettler und Diebe (ein Schelm, der sich dabei etwas denkt – zwinker).
Die Rute, mit der der Nikolaus die bösen Kinder bestraft, ist aus der germanischen Sagenwelt entlehnt. So haben sich bei allen Legenden und überlieferten Geschichten auch heidnische Einflüsse hinein gemischt.

Die Figur des Nikolaus ist auch Vorbild für den Jahrhunderte später entstandenen
Weihnachtsmann, der eine Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens wurde
und der in den USA und dann auch bei uns zu einer prachtvollen Erscheinung aufgebaut wurde, mit Rentierschlitten über den Himmel ziehend.

Sicher, alles was den Weihnachtsmann betrifft, ist kommerzialisiert worden
und manchmal möchte man sich dem allen entziehen.
Aber den ursprünglichen Sinn dieses Familienfestes sollten wir nicht aus den Augen verlieren:

Zusammenhalt, gemeinsam verbrachte fröhliche Stunden, die Freude am Schenken und Beschenkt werden…..
es müssen nicht Dinge im Wert von Hunderten von Euros sein! 
Ein Geschenk, dem man anmerkt, dass sich der andere Gedanken gemacht hat, 
ist viel mehr wert als mit Geld zu bezahlen wäre.
Und vor allem eines ist unbezahlbar: Zeit, die wir dem anderen widmen.

Also schenken wir, wofür keine Währung dieser Welt bisher ausreichen würde:

 

Schenken wir einander Zeit.


Im Herzen ein Riss

In meinen Herzen ein breiter Riss,
tiefe Narben kreuz und quer in der Seele.
Gleich einem sichtbaren roten Schmiss,
mit dessen Heilung ich mich lange schon quäle.

Als kaum hörbaren Ton in mir drin
dieses Schwingen in sattem Moll.
Und die Fragen: was macht es für Sinn,
und was all dieser Schmerz in mir soll…

Vertrauen geschenkt, doch missbraucht.
Geliebt, doch nie recht erwidert.
Vom Mahlwerk des Lebens geschlaucht.
Falsche Freundschaft, die sich angebiedert.

Leg des Nachts eine Hand auf mein Herz,
und die andere aufs Sonnengeflecht.
Atme an gegen den inneren Schmerz,
und die Wärme wiegt alles zurecht.

Der Riss durch das Herz gibt nun Ruh,
und die Narben der Seele verstummen.
Schließt der Schlaf meine Augen mir zu,
schwingt in mir ein vertrauendes Summen.

(veröffentlicht in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“, 2013

Alles schwingt – Petra

Alles beginnt in Dir – Teil 1

I. Der abenteuerliche Weg zu den eigenen Gefühlen

Ich habe lernen dürfen, wie viel Kraft und Seelenstärke in einem Menschen vorhanden ist. Wie viel wir (er)tragen können, wie unendlich groß trotz allem die Lust am Leben sein kann. Die Welt braucht mutige Menschen, die ehrlich genug sind, von dem zu berichten, was ihnen im Leben auferlegt wurde und wie sie es trotzdem immer wieder schaffen, jedem Tag etwas Gutes-Positives-Liebevolles abzuringen. Die Welt braucht ganz viele solcher wahren Geschichten, solcher Beispiele, über denen in Goldlettern ein „Jetzt erst recht“ thront. Ich werde Dir genau von solch wahren Geschichten berichten.

Bis bald wieder und denk immer daran: Alles schwingt!

Herzlichst, Petra

Was ist wichtig im Leben?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Ist es Geld? Nur bedingt. Wenn es unseren ganz normalen Lebensunterhalt decken soll, dann ist es wichtig. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine Dreingabe – angenehm, aber nicht wichtig.

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Gefühlsgeschichten – erweitert und überarbeitet

Seit kurzem vereint meine Seite „Gefühlsgeschichten“ alles in sich, was sich unter dieses Thema einreihen lässt:

Zusätzlich zu meinem Blog sind einige statische Seiten entstanden:

  • Alles beginnt in Dir – war einmal eine autarke Webseite von mir, deren beste Textbeiträge sich nun hier wiederfinden.
  • Der Schmunzelbereich war bislang Teil meiner persönlichen Seite petra-milkereit.de, fügt sich aber hier sehr viel passender ein.
  • Eine Übersicht über meine Bücher gehört ebenso dazu, denn alles, was ich schreibe, sind nun einmal Gefühlsgeschichten!

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Sorgsam

Sorgsam

 

Geh sorgsam mit mir um, mein Herz.

Spiel nicht mit mir und meinen Gefühlen.

Was für dich Spaß, wär für mich Schmerz.

Sei echt und wahr bei deinem Zielen

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Weg zu den Sternen

Weg zu den Sternen

 

Las all die Jahre vom Glück in vielen Büchern.

Ließ mein Herz darin baden, meine Seele dorthin entfliehen.

Lebte Träume von anderen, tauchte ein in fremde Welten,

deren Wahrheiten jedoch nie in meinem Alltag einziehen.

 

Hörte Melodien von tausend Stimmen und Instrumenten.

Tonfolgen, die mich trugen und auf denen ich flog wie der Wind.

Lauschte Gesängen, die von der Heimat in sich selbst sprachen,

die ich doch nie bisher kannte, außer damals, als Kind.

 

Lebte nie mein eignes Leben, lebte für jeden und alle.

War im Hintergrund stets auf dem Sprung – auch für dich.

Schickte meine Seele auf Reisen, um dem Glück zu begegnen.

Jeder neue Fehlschlag auf der Suche wurd im Innersten zum Stich.

 

Hab den Pfad zu den Träumen vor kurzem erst betreten.

Präge Spuren meines Daseins,  fand den Mut dazu spät.

Komm und halt meine Hand auf dem Weg zu den Sternen,

weil sich´s im doppeltem Glück freudiger geht.

 

© Petra Jähnke 2015

Dieser Text ist bisher nur als Video erschienen, wird aber irgendwann in das Buchprojekt einfließen, an dem ich zu arbeiten beginne 🙂

 

 

Der Weg zu den Sternen, den eigenen inneren Sternen ist der prachtvollste, den MENSCH gehen kann!

ALLES SCHWINGT!

 

Herzlichst,

Petra