Schlagwort-Archive: Krankheit

Im Herzen ein Riss

In meinen Herzen ein breiter Riss,
tiefe Narben kreuz und quer in der Seele.
Gleich einem sichtbaren roten Schmiss,
mit dessen Heilung ich mich lange schon quäle.

Als kaum hörbaren Ton in mir drin
dieses Schwingen in sattem Moll.
Und die Fragen: was macht es für Sinn,
und was all dieser Schmerz in mir soll…

Vertrauen geschenkt, doch missbraucht.
Geliebt, doch nie recht erwidert.
Vom Mahlwerk des Lebens geschlaucht.
Falsche Freundschaft, die sich angebiedert.

Leg des Nachts eine Hand auf mein Herz,
und die andere aufs Sonnengeflecht.
Atme an gegen den inneren Schmerz,
und die Wärme wiegt alles zurecht.

Der Riss durch das Herz gibt nun Ruh,
und die Narben der Seele verstummen.
Schließt der Schlaf meine Augen mir zu,
schwingt in mir ein vertrauendes Summen.

(veröffentlicht in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“, 2013

Alles schwingt – Petra

Leben, um glücklich zu sein

Irgendwann wird es für jeden vorbei sein – auch für mich.

Diesen Weg zu gehen, bleibt niemandem erspart. Doch wohin führt er? Für mich ist das klar:

Irgendwann werde ich vor der Türe dort oben stehen und man wird mich fragen: „Nun, Petra, bist du also hier. Sprich, hast du in deinem Leben auf Erden denn alles dafür getan, glücklich zu sein?“

Würde ich dann „Nein“ antworten müssen, wäre das fürchterlich! Ich würde also da stehen, um Einlass bitten und könnte diese so einfache Frage nur verneinen!? Ich müsste zugeben, zu feige gewesen zu sein!? Zu feige, um meine Vorstellung vom Glück auch zu leben…?

Als mir dies klar wurde und als ich wusste, dass ich niemals eine solche Frage mit „Nein“ beantworten mögen würde, änderte sich vieles.

Eigentlich änderte sich alles.

Schon viele Jahre spürte ich, dass ich nicht MEIN Leben lebte. Ich hatte mich angepasst, sog. Sachzwänge bedient, immer nur andere in den Focus gestellt. Mein Rotkreuz auf der Stirn war schon eintätowiert. Atmete jemand um mich herum schwer? Ich eilte! Sah jemand unglücklich aus? Ich war da! Stritten sich zwei mir wichtige Menschen? Ich spielte den Prellbock und Harmonisierer! Oh, ich hätte sicher eine Menge Medaillen für Harmoniesucht erhalten, wenn sie vergeben worden wären!

Den Bumerang von all dem hatte ich auch schon hinnehmen müssen in Form von einer Krebserkrankung und manchem anderen, das nachfolgte.

Alles hatte ich überwunden, war wieder bedingt gesund – und war doch in einem Leben, das nicht meines war.

Ich brauchte eine Weile, um zu wissen, was mich glücklich machen könnte. Zeitweise dachte ich, Glück könne nur von außen zu mir kommen – ein Irrtum.

ich begann zu schreiben, spürte eine kleine federleichte Flamme dabei in mir… könnte es das Schreiben sein, das mein Glück darstellte? Ich bin seitdem jeden Schritt vertrauensvoll gegangen, ohne danach zu fragen, was die anderen sagen und denken könnten. Und die kleine federleichte Flamme strahlt in einem warmen Schein, nicht mehr verlöschend, stetig sich nährend und Kraft schöpfend aus allem, was mein Herz berührt.

Ich werde, wenn es einst soweit sein sollte für mich, auf die Frage: „Nun, Petra, hast du alles dafür getan, in deinem Leben auf Erden, um glücklich zu sein?“ laut und ohne Zögern „JA!“ sagen können.

Für jeden sieht das Glück anders aus. Es zu suchen in sich selbst, es zu erkennen und zu leben, ist der Sinn des Lebens.

Gib dem Leben Sinn, lebe auf deine Weise, folge deiner Glücksmelodie!

© Petra Jähnke, 2/2015

Alles schwingt!

EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5

Heute möchte ich meinen BLOG nutzen, um die Aufmerksamkeit von meinen Besuchern auf etwas zu lenken, an dem mein ganzes Herz hängt.

Seit Mai 2014 bringt der Lyrika Verlag ein Online-Magazin heraus, das in der modernen PageFlipping-Technik erstellt ist und mit Leben erfüllt wird durch Beiträge von Gastautoren und -autorinnen.

Hier der Start-Text aus der Ausgabe Mai 2014:

´Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht´.

Dass dies so ist, haben die vergangenen zwei Jahre der Lyrika Verlag-Existenz bewiesen –

den Mut, Ideen umzusetzen, vorausgesetzt.

Der Lyrika Verlag steht für Emotionen, für Gefühle in all ihrer Bandbreite. Die Möglichkeiten, diesen Ausdruck zu verleihen, sind so vielfältig wie es die Kreativität des Menschen ist:

Worte, Farben, Töne und Werkmaterialien sind ebenso unendlich in ihrer Ausdrucksmöglichkeit wie deren ganz persönlich eingefärbte Umsetzung als Autor, Komponist, Maler, Fotograf  oder Bildhauer.

Genau so schillernd in ihrer Vielfalt  sind die begehbaren Wege, sich den Themen unseres Menschseins anzunähern. Was wären wir mit all unseren, manchmal schmerzlich erworbenen Erkenntnissen/Erfahrungen, wenn wir sie nicht mitteilen würden!

Ideen sind Werkzeuge des Kreativen  –  Ideen, geboren aus Herz und Verstand. In einem dieser Augenblicke entstand die Idee zu Emotional Blue, dem Magazin für alle Themen, die emotional berühren.

Emotional Blue bietet Raum für jede Form des geschriebenen Worts, sei es Kurzgeschichte, Themenbeitrag, Betrachtung, Essay, Erzählung, Gedicht, Fabel, Märchen, Glosse…

Emotional Blue hat Platz für Bilder, seien es von Künstlerhand gemalte oder Fotografien, die Stimmungen einfangen.

Emotional Blue kommt als modernes Page-Flipping-Magazin zu seinen Lesern. Doch wie immer, wenn der Lyrika Verlag dahinter steht, geht es um die Inhalte.

Als dann! Möge dieses neue Projekt schwungvoll beginnen, gerne und oft weiterempfohlen werden und viele Leser/Innen finden.

Nun ist die fünfte Ausgabe online und ich lade jeden ein, hineinzuschauen, zu blättern, den Links zu folgen und vor allem die Vorlesefunktion zu nutzen!

EMOTIONALBLUE Ausgabe 5

 Hier der Info-Text zu dieser November- und Vorweihnachtsausgabe:

Die EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5 ist da.

Sie kommt als Weihnnachts-Sonderausgabe zu Ihnen allen und bringt ein paar kleine Überraschungen mit sich:

Auf der Startseite begrüßt Sie, wenn Sie mögen, ein kleines Medley von Weihnachtsliedern. Die Vorlesefunktionen sind wie immer installiert, allerdings verbergen sich dahinter auf vier Seiten weitere Weihnachts-Bonbons. Bitte nutzen Sie ganz besonders bei dieser BLUE 5 ihre Lautsprecher und haben Sie viel Freude an den Beiträgen und Gedichten.

Sie meinen, es sei noch reichlich Zeit bis zur Adventszeit?

Sie haben Recht – Aber die Gastbeiträge in dieser Ausgabe verdienen es, schon vor der besinnlichen Zeit zur Verfügung zu stehen. Sie sind vielfältig wie immer: sie laden zum Schmunzeln ein, ebenso wie zum Nachklingen lassen und Bedenken.

Wenn Ihnen jetzt noch das Weihnachtslieder-Medley verfrüht erscheint – Sie haben es in der Hand, ob Sie es hören mögen oder nicht.

Diese BLUE bietet Themen, die in die dunkle, besinnlichere Jahreszeit passen.

Sie reden von Scham und Schuld (Willkommen mit dem ersten Beitrag als Gastautor Ralf Hillmann!), vom Frieden auf Erden, vom Kuss der Liebe, vom Kirchgang und dem ´Schmerzentsetzen´ (Willkommen in der EMOTIONAL BLUE, Oluf Castagne!), von Dankbarkeit, dem Gesetz der Liebe, vom Abschied mit Gefühl und vielem anderen mehr. Die ´Desiderata´  (eine Herzenssache unseres Webmasters Holger Holthaus) wartet ebenso auf Sie wie die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium und als Geschenk an die Leser und – in diesem Fall explizit! – an die Hörer der BLUE, eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte von Michael Rath, dem wir hier an dieser Stelle von Herzen DANKESCHÖN sagen dafür.

Wir, das BLUE-Team Holger Holthaus und ich, haben an dieser Ausgabe tagelang, nein wochenlang gefeilt, verändert, verfeinert, ergänzt. „Learning by Doing“ in seiner perfekten FormJ

Und wir möchten mit dieser ´etwas anderen´ EMOTIONAL BLUE unseren Dank zum Ausdruck bringen  an die vielen Gastautoren und Gastautorinnen des vergangenen Jahres 2014. Ohne Euch wäre die BLUE nur eine Idee. Ihr habt sie durch Eure Beteiligung wahr werden lassen und wir alle gemeinsam können am Ende des Jahres zufrieden zurück schauen auf ein Magazin, das seinesgleichen sucht.

Herzlichst,

Holger Holthaus und Petra Milkereit

 

Und noch etwas: Wir sammeln schon Gastbeiträge für die Neujahrsausgabe!

Interesse?

Mail an emotionalblue@email.de

Kosmos und Chaos

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer…!

Ein toller Spruch, den sicherlich viele kennen. Oftmals gehört, schief gegrinst und genickt, nicht wahr?

Solange er sich auf das Chaos eines Bürotages bezieht oder auf das Chaos in der Küche, nachdem eine Horde Kinder Kuchen zu backen versucht hat, mag das ein irgendwie witzig-tröstlicher Satz sein.

Wenn er sich allerdings auf anderes bezieht, auf schwerwiegenderes – auf Krankheiten, Diagnosen und zukunftsorientierte Orakelsprüche wie: „es könnte zu diesem oder jenem kommen“, dann wird es heftig.

Es gibt immer zwei Wege, damit dann für sich persönlich umzugehen.

Weg 1 ist,

den Mut sinken zu lassen, in Panik zu verfallen, im Selbstmitleid zu baden und alle Waffen zu strecken – gar nicht gut! Sich die inaktive Rolle im eigenen Leben überzustülpen kann nur bedeuten, dass alle anderen Einflüsse ein leichtes Spiel haben.

Wenn da keine innere Stärke mehr ist, keine Zuversicht, kein Kampfeswille – dann läuft es darauf hinaus, zu verlieren.

Weg 2 ist,

weiterhin zu lächeln, im symbolischen Sinne gemeintes Lächeln!

Die inneren Kräfte zu mobilisieren, den Vogel Strauß in den Allerwertesten zu treten und sich dem Chaos stets aufs Neue zu stellen.

Chaos bedeutet in seinem Ursprung „klaffender Raum“, „gähnende Leere“, „Kluft“. Aus dem Chaos entstand die Welt, die Ordnung, der Kosmos. Die Umgangssprache meint damit die Unordnung, das Gewirr, das Durcheinander. Also ist es unsere Aufgabe, in das Chaos unseres Lebens/unseres Körpers wieder Ordnung zu bringen.

Ohja, das kann anstrengend sein! Das kann den ganzen Menschen fordern: an Verstand und Zuversicht werden große Rationen benötigt – aber es wird wenigstens keine vorzeitig geschwenkte weiße Fahne da sein, keine Aufgabe vor dem Feind, kein hoffnungsloses Sich-fügen.

Mein Großvater sagte in solchen Situationen: „Oh ihr Kleingläubigen“ und hat damit alles ausgedrückt, wofür ich hier nun viele Worte brauchte.

Der eigene innere Kosmos hat es verdient, dass für ihn gekämpft wird gegen das Chaos, das die Vorherrschaft übernehmen will.

Also dann: Alles schwingt!

Petra

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
Ich werde antworten!

 

SCHMERZ

nein, du wirst mir die Kraft nicht rauben

egal, wie du bohrst, wie du stichst oder brennst

nein, ich werde nie an Aufgeben glauben

auch wenn du stets da bist und mich in Wogen überrennst

nein, ich werde nie liegenbleiben

auch wenn du stark bist, alles nur noch in Grau tunkst

nein, ich lasse mich nicht zerreiben

selbst wenn du blitzende Schmerzkaskaden funkst

nein, ich werde mich dir nicht ergeben

auch wenn dir täglich eine neue Spielart einfällt

nein, selbst mit dir sind die Tage voll Leben

egal, welche neue Hürde in den Weg du mir stellst

© Petra Jähnke, 2014

Ein weiterer Text von der Thematik passend, ist hier zu finden:

http://www.petra-jaehnke.de/-g-Sorge-gut-f.ue.r-dich-g-.htm

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Glaub an dich selbst

Leichter gesagt, als getan?

Stimmt. Aber wer hat uns versprochen, dass es leicht sein wird, unser Leben?

Es gibt unendlich viele Fallstricke auf dem Weg – manche reißen uns regelrecht die Beine weg und wir sind – fast wörtlich zu nehmen – am Boden zerstört. Für das WARUM gibt es ebenso unendlich viele Gründe: Enttäuschungen – zu hohe Erwartungen an jemanden, an uns selbst – Misserfolge im Berufsleben – gescheiterte Beziehungen –  eigene Fehlentscheidungen, deren Konsequenzen an uns nagen – jeder von uns könnte weitere Beispiele aufzählen!

Was ist mit wirklich schweren Krankheiten, fragst du? Können die uns nicht den Mut rauben, uns kraftlos machen, uns aufgeben lassen wollen?

Irgendwann mag es so sein, denn du und ich, wir leben nicht ewig auf dieser wunderschönen Erde. Es wird der Tag kommen, da wir die Fahne streichen müssen, uns fügen in unser Schicksal.

Doch solange es geht, solange in uns noch Kraft und Lebensmut vorhanden ist, sollten wir nie aufgeben. Nie. Sie hat gut reden, meinst du? Ja, habe ich. ich schreibe hier nicht rein hypothetisch und gebe Durchhalteparolen aus, ohne zu wissen, worüber ich mich äußere. Ich gehe seit Jahren meinen Weg durch die diversen (chronischen) Krankheiten – unglaublich, wie viele einen Einzelnen so treffen können… Es summieren sich die unterschiedlichsten ´Defekte´ in mir, und sie sind alle keine Bagatellen. Und trotzdem ist das Leben schön! Auch wenn ich Abstriche machen muss meine Gesundheit betreffend, auch wenn ich Einschränkungen annehmen muss, auch wenn der Schmerz mein täglicher Begleiter ist.

Glaub an dich selbst, so wie ich es tue. In dir verborgen liegen so viele Kraftreserven, zapfe sie an! Gib dich nicht vorzeitig auf, denn das Leben hält schon hinter der nächsten Ecke neue Überraschungen bereit. Es mag eventuell eine Weile dauern, bis du sie erreichst, diese nächste Ecke – aber wenn, wirst du dir sagen können: Na bitte, es hat sich gelohnt, dass ich an mich geglaubt habe!

© Petra Jähnke 2014

 

Alles schwingt!

Petra

Ein wenig weiterer Lesestoff auf meiner Autorenseite:

http://www.petra-jaehnke.de/Auf-dem-nie_enden_wollenden-Weg-zu-sich-selbst.htm

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BITTEN UND GABEN

Ich bat um Nahrung

und lernte mein Wissen zu mehren

 

Ich bat um Erfüllung

und entdeckte meine Gaben

 

Ich bat um Wärme

und spürte mein Herz in mir

 

Ich bat um Wurzeln

und fand Freunde

 

Ich bat um Gesundheit

und bekam Kraft, Schmerz zu ertragen

 

Ich bat um Leben

und lernte Abschied zu nehmen

 

Ich bat um Liebe

und fand sie in mir

  

©Petra Jähnke, 25.06.2013 – veröffentlicht in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ 2013 im Lyrika Verlag

Foto mfG Bärbel Hoffmann

 

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