Archiv der Kategorie: Ehrlichkeit

Ganz sachte aber lacht mein Herz

An manchem Tage weint mein Herz.

Es weint um verloren gegangene Illusionen,

um schmerzlich vermisstes, das einmal war

und sich auflöste in einem zarten Tanz

aus verwehenden Schleiern, ohne jedwede Spur.

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Form-Frau

Form-Frau

Ich form´ mir ´ne Frau!

Das denkst du! Genau?

Eine, die schick ist-

Genauso wie du´s bist…

Ohn´ Fehl und Tadel,

gern von altem Adel.

Gut zehn Jahre jünger,

so´n echter Bringer!

Sexy und reich,

die Haut noch ganz weich.

Das Haar eine Pracht,

aktiv in der Nacht.

in der Küche ´ne Eins,

Gehirn lieber keins!

Mit oben recht viel,

Benehmen und Stil.

Die Beine ganz lang,

obendrein schlank.

NEIN ist ein Fremdwort,

begeistert für Sport.

Ein gefügiges Wesen,

verursacht kaum Spesen!

Doch diese Traumfrau,

das weißt du genau,

stünde auf ´nem Podest-

klug, wenn´s formen du lässt!

   © Petra Jähnke

Fotografie: Yvanka Yvuschka

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Zwiegespräch mit mir selbst

Zwiegespräch mit mir selbst

Mitten in den alltäglichsten Geschäftigkeiten meldet es sich plötzlich: mein innerstes Ich.

Während allerhand Banalitäten zu erledigen sind oder auch konzentriertes Arbeiten angesagt wäre.

 Dann fühlt es sich animiert, wodurch auch immer, unvermutet das Wort an mich zu richten! Es ist  – wie erwähnt –  mein innerstes Ich, beileibe nicht mein zweites! Denn ich bin nun mal ich.

Manchmal das äußere, manchmal das innerste… aber stets ICH.

Nun gut, es drängt sich dann in den Vordergrund, dies Innerste und fragt mit vorwurfsvoller Stimme:

Sag mal, was mach ich da eigentlich gerade, hää? Finde ich nicht selber blödsinnig, was ich da  tue????

Uppssss!

Das durchfährt mich jedes Mal aufs Neue wie ein Blitzschlag! Mitten im Tun erstarrend lausche ich fasziniert, was denn noch käme von Innersten….aber es kommt nichts!

Aha! Das ist typisch, mal wieder einen Brocken vor die Füße geworfen, so ganz im Sinne von:

Friss oder stirb!

Ich kenne mein Innerstes recht gut, wir müssen schon seit Ewigkeiten miteinander auskommen…

Also innehalten mit der äußeren Aktivität, atemloses Hineinhorchen ist angesagt!

Leere….ach herrje…!

Leise aufsteigende Panik: ja, kenne ich mich so wenig selbst? Warum kam denn diese warnende, maßregelnde innere Stimme?

Keine Zeit zum tieferen Nachforschen, Dringlichkeiten fordern ihr Recht, weiter machen mit diesem grummelnden, nörgelnden Innersten tief drin.

Eindringlich beschwichtigende Besänftigungsformeln in dessen Richtung und von dort nur spöttisches Kopfschütteln und überhebliches Zurücklehnen.

Oh wie ich das hasse, dieses zwiespältige Durch-den-Tag-kommen!

Dann endlich Zeit, mit mir selbst ins Gespräch zu kommen:

  • So…nun ist Ruhe, also was war denn schon wieder, was gab es zu bemängeln an meinem Tag?

Lächerlich, mich DAS zu fragen, also wirklich…ich hätte mir mehr Durchblick zugetraut!

  • Lass bitte dieses besserwisserische Getue! Sag frei heraus, was mich gestört hat!

Gestört? Nichts! Unpassend war das alles, nicht harmonisch im Einklang mit mir.

  • Im Einklang…aaaaaahja! Ist es denn so schlimm, wenn ich mal Dinge übernehme, die mir nicht ganz liegen? Ich habe es tun müssen, weil es kein anderer sonst täte.

Hilfe, das kann ich schon auswendig! Andere sind mir zu wichtig, ich sollte das endlich mal lernen, begreifen, ändern.

  • Zeit des Zurückschauens, des Reflektierens.
  • Resümee ziehen ist angesagt. Aber dafür bedarf es des Blickes nach innen, nicht wahr?

Völlig richtig! Nur was, wenn ich nach innen schaue und keiner ist da? Weil ich mal wieder „aushäusig“ bin wegen „Sachzwängen“, hm?

  • Ich bin immer anwesend, ich bemerke mich nur nicht. Ja wie denn auch, wenn um mich rum die Stürme toben!

Vielleicht sollte ich hin und wieder Deckung suchen vor ihnen, diesen fremdbestimmten Stürmen. Vor diesem Wotan und seiner wilden Horde, die immer angestürmt kommen, wenn ich am wenigsten damit rechne.

  • Welch kluge Entscheidung! Und ich sollte nicht alle dümmlichen Bemerkungen an mich ran lassen. Sie verursachen nur diffuses Unwohlsein und ich muss dann erst langwierig in mir herum suchen, was mir nun schon wieder auf der Leber liegt.

Wohl wahr, weiseste der Weisen… So viel Lebensklugheit und so wenig Gebrauch von ihr!

 

Und dann sitze ich da, grinse vor mich hin und denke:  

also mal ganz ehrlich, mit mir unterhalte ich mich am liebsten:-)

 

Alles schwingt! Petra

 

 

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Ganz sachte aber lacht mein Herz

An manchem Tage weint mein Herz.

Es weint um verloren gegangene Illusionen,

um schmerzlich vermisstes, das einmal war

und sich auflöste in einem zarten Tanz

aus verwehenden Schleiern, ohne jedwede Spur.

In mancher Nacht weint mein Herz.

Es weint um Reste wohlgehüteter Vergangenheit,

erinnernd an Tage, die Sonne und Licht

mit sich führten, als gäbe es kein Morgen bar jeden Glanzes,

versinkend in Leere und Schwere der Einsamkeit.

In mancher Stunde weint mein Herz.

In jener, da Masken ungewollt fallen,

Theaterschminke zerbröckelnd sich löst

von fahler Haut und hervortretender Zornesader,

um wie so oft  tief im Innern zu verletzen.

Ganz sachte aber lacht mein Herz.

Immer öfter und staunend bemerkt,

schwerelos tänzelnd über Abgründen,

den eigenen Weg sich erobernd –

friedvoll, liebevoll.

©Petra Jähnke 2015

Bild © by Zwilling

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Gedanken zur Ehrlichkeit und deren Grenzen

Hast du ein Bild von deinem Gegenüber, geprägt von Erfahrungen und dem, was du in ihn/sie hinein interpretierst?

Wir Menschen sind von Natur aus so angelegt, schnelle Zuordnungen durchzuführen – z.B. er/sie passt in das Schema ´unerschütterlich´- und dann auch imaginäre Stempel aufzudrücken. Solange unser Gegenüber diesem Bild, das wir von ihm haben, entspricht, ist die Welt in Ordnung.
Sie gerät ins Wanken, wenn wir in irgendeiner Situation merken, dass dieses Bild, das wir uns ´gemacht´ haben, nicht mit der Realität überein stimmt.Dass da Brüche sind, die wir nicht vereinbaren können mit dem in uns existierenden, vermeintlichen Wissen, das ´unsere´ Wahrheit ist.

Unsere Wahrheit ist subjektiv, sie basiert auf unseren Wünschen, unseren Idealen, unseren Hoffnungen. Wir sehen, empfinden und ordnen ein aus unserer persönlichen Sicht. Wenn dann ein Verhalten, eine Bemerkung, eine ehrliche Schilderung des anderen so* nicht in dieses Bild passt, ist er da, der Bruch.
Dieser Bruch entsteht jedoch nur in uns, da alles in uns beginnt. In uns beginnt die Zuneigung, die Freundschaft, das Vertrauen, ebenso wie die Erwartungen und die Trugschlüsse. die wir daraus ziehen.

Ist demnach Ehrlichkeit vorsichtig zu dosieren?
Es kommt auf die Situation an, denke ich. Bei den Frage- und Antwortspielen im Alltag bleibt es deiner Menschenkenntnis und deinem Wahrheitsbedürfnis, das du dem anderen entgegen bringst, überlassen. Nicht jeder will wirklich hören, WIE es dir geht, wenn er dich fragt. Nicht jedem wirst du berichten mögen, wie groß dein Stress heute auf der Arbeit war.

Der Einsatz von Ehrlichkeit setzt vieles voraus:
wirkliches Verstehen, echte Zuneigung, einen Kontakt auf Augenhöhe und daraus resultierend dann die wohl dosierte Portion Ehrlichkeit. Ebenso wenig wie du in jedem Fall 100% Ehrlichkeit von deinem Ehe/Lebens/Geschäfts/Gesprächs-Partner ertragen könntest, verhält es sich wahrscheinlich auch aus Sicht desjenigen dir gegenüber.

Alles ist relativ.
Deshalb höre doch einfach in dich hinein, wie viel Ehrlichkeit du deinem Gegenüber anvertrauen oder zumuten möchtest.
Nicht jeder, von dem du es dachtest, verträgt 100 Prozent.
Nicht bei jedem, von dem du meintest, er würde mit der Wahrheit aus deinem Munde nicht umgehen können, erweist sich diese Einschätzung als richtig..
Der sprichwörtliche ´Elefant im Porzellanladen´ ist im Allgemeinen keine sehr angenehme Rolle. Es sei denn, du möchtest mit einem Schuss vor den Bug klare Fronten schaffen.

Zum Glück gibt es auch die Fälle, in denen klare Fronten einer Beziehung ganz neue Impulse geben.
Denn unsere Hoffnungen, Erwartungen und Wirklichkeiten sind in uns miteinander fast untrennbar verwoben und sprechen immer ein Wort mit. Ein paar Gedanken dazu findest du auf meiner Autoren-HP unter folgendem Link:

http://www.petra-jaehnke.de/Gedankensplitter-I-_-Hoffnungen%2C-Erwartungen-und-Wirklichkeiten.htm

Alles schwingt!

Petra

 

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