Nimm den Raum ein, den du ausfüllen kannst

„Sein Licht unter einen Scheffel zu stellen“, „sich selbst klein zu machen“ – das sind Verhaltensweisen, die viele von uns – leider! – nur zu gut kennen.  Dem, was man tut, den gebührenden Wert beizumessen, setzt voraus, dass wir uns unseres eigenen Wertes bewusst sind. Dieses „Bewusst-sein“ sich auch zu erlauben, ist oftmals eine schwierige Lernaufgabe.

Doch erst wenn du dich selbst kennst, liebst und akzeptierst, wirst du fähig sein, deinen Raum, den du auf deine ganz eigene Art und Weise in Anspruch nehmen kannst,  auch zu füllen.

Sogar ein bis dato unscheinbares Mauerblümchen kann zu einer strahlend schönen Rose werden, wenn es sich selbst und das eigene Sein annehmen und lieben kann.

Wer seine eigenen Entscheidungen oder sein Können stets in Frage stellt, also sich seines Selbstwertes nicht sicher ist, wird immer wieder zaudern und ins Wanken geraten.

Wer an sich nur die Fehler sieht (ich bin zu klein, zu dick, ich habe kein Abitur, kein Studium – wie soll ich hier nur bestehen  etc.), wird auch nicht auf sich vertrauen, wenn er seine Ideen und Konzepte vor anderen vertreten soll. Denn in seinem Hinterkopf wird ständig der kleine Zweifler hocken und flüsternd anmahnen, was alles in den Augen der anderen negativ sein könnte.

Und genau diese Selbst-Zweifel spiegeln sich auch in unserer Körpersprache wider.

Unsere Unsicherheiten uns selbst betreffend führen dazu, dass wir uns mit den Augen „der anderen“ ansehen – ja uns quasi ganz allein im vorauseilenden „Gehorsam“ disqualifizieren. Wir „verkleiden“ uns, indem wir Kleidungsstücke anziehen, die uns nicht entsprechen, nur weil wir zu wissen meinen, wie uns andere sehen wollen. Dabei vergessen wir, dass wir zwar der Situation angemessen, aber auf keinen Fall uniformiert zu erscheinen haben.

 

Anstatt aufrecht zu stehen, sacken wir leicht zusammen. Unsere Füße stehen mit einem Dreh nach innen.

Unsere Stimme ist der direkte Zugang zu unserem Gegenüber.h innen, anstatt parallel  oder ganz leicht nach außen zu weisen. Unsere Mimik und Gestik verrät uns zusätzlich durch unruhig wandernde Blicke, ein häufiges fahriges Streichen über Wangen, Nase, Mund – durch Stirnrunzeln und wiederholtes Spiel mit den Haaren, fahrige Handbewegungen – um nur ein paar Stichpunkte zu nennen.

Zittert sie, verhaspeln wir uns? Brauchen wir viele „Ähs“ als Füllwörter, weil wir selbst der größte Kritiker unserer Gedanken sind und sie stets und ständig sortieren müssen? Klingt unsere Stimme schrill vor Aufregung, überschlägt sich fast?  Reicht die Luft kaum, um aussprechen zu können, was man doch parat hat?

Die eigene Atmung und Stimme lässt sich trainieren. Abgesehen von der Hilfe eines Profis bleibt einem selbst der Weg, von sich Tonaufnahmen zu machen und sie sich dann ungestört anzuhören.  Hinein zu lauschen auf unsere Betonungen, auf unsere Sprachmelodie (die wir hoffentlich haben, denn nichts ist so einschläfern wie ein dahinplätschernder Redefluss).

Sich an anderen zu messen, ist eine Sache. Das kann motivierend sein,   schlummernde Fähigkeiten wecken und mutig machen für Schritte, die ohne ein solches Vorbild nicht getan worden wären.

Sich zu vergleichen, ist etwas ganz anderes. Keiner von uns möchte sein wie X oder Y. Kopie zu sein ist kein erstrebenswertes Lebensziel. Vielmehr ist es erst das Original, das für andere Menschen interessant wird.

Anstatt wie hier viele Worte für ein Thema zu finden, bringe ich meist Dinge in kürzerer Form auf den Punkt:

 

Willst du wissen, was ich denke?

Interessiert dich, was ich fühl´?

Willst dem Mensch du näher kommen,

oder ist es nur ein Spiel?

Gaukeleien und Scharaden

haben zwischen uns nicht Platz.

Denn mein Leben ist MEIN Leben –

bin für keinen der Ersatz.

Will nicht als Kopie verblassend

sinnentleerte Rollen spiel´n.

Möcht´ lieber in kein Schema passen,

statt spurlos meine Bahn zu zieh´n.

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