Gestalter unserer eigenen Welt

Da liegt es nun vor uns, dieses neue Jahr, mit all seinen Chancen, Möglichkeiten, Unwägbarkeiten und Geheimnissen.

Randvoll geladen durch unsere Wünsche, guten Vorsätze, Hoffnungen und verziert von dem Wissen um die eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen.

Fragen stehen im Kreis um einen herum:

Werde ich mit dem, was ich tue, in diesem Jahr erfolgreicher werden?

Werde ich meine Hemmungen überwinden können, damit ich mehr von meinem Potenzial entfalten kann?

Werde ich das erleben dürfen, was ich persönlich unter Liebe verstehe?

Werde ich meine Gesundheit erhalten können oder sie zumindest teilweise zurückerlangen?

Wird mich mein Weg auch weiterhin durch neue Türen auf neue Wege führen und mein Leben auch in diesem Jahr reich sein auf eine ganz besondere Weise?

Fragen über Fragen an die Zukunft. Wir haben sie alle, auch wenn wir es nicht zugeben wollen. Jeder Mensch hat seine ganz speziellen, die zu seinem Lebensweg passen und auf seinen Erfahrungen basieren.

Vielem ist man „ausgeliefert“, weil es einfach geschieht. Das sind die großen Veränderungen einer Lebenszeit: Verluste, Abschiede, Krankheiten, Schicksalsschläge aller Art.

Wenn ich eines gelernt habe in den letzten sechs Jahrzehnten (um Himmels Willen, von wem rede ich da gerade? Ich soll schon so alt sein?), dann ist es eine grundsätzliche Erkenntnis – die mich beinahe zu viel Zeit gekostet hat, um bei mir in Herz und Hirn anzukommen:

Wir sind Gestalter unserer Welt.

Klingt das in diesem Zusammenhang durchgeknallt für dich? Meinst du, ich würde mir in wenigen Sätzen nun selbst widersprochen haben? Dann halte bitte kurz inne und folge meinem Gedankengang unvoreingenommen weiter.

Schau, ich habe so ziemlich alles durch, was mit Abschied, Verlust und Krankheit einhergeht. Wenn ich dachte, nun sei es wirklich genug, kam das Nächste.

Eine Zeit lang kauerte ich wie ein von Angst und Schrecken gebeuteltes Wesen in einer dunklen Seelenecke und konnte nur ein Wort denken: Nein! Nein-nein-nein!

Dann wurden daraus zwei Wörter: Bitte nicht! Bitte-bitte-bitte NICHT!

Sie änderten sich dann in „Warum ich?! Warum nur, warum nur!?“

Irgendwann wurde daraus „Jetzt erst recht!“ Ich begann zu schreiben, schrieb alles, was ich fühlte auf. Als Gedicht, als kleine Geschichte. Titel reihte sich an Titel: Frag nicht warum –  Herzenssachen – Eisbrecher – Graues Glück – Harte Schale – Hätte-Wäre-Könnte – Von Steinen und Menschen – Tanz auf dem Seil – Endlich – Wo immer ich bin –  Mangel und Fülle usw. usw.

Und während all diesem In-Worte-fassen merkte ich, dass ich meine Welt damit formte!

Ich konnte weiter in der dunklen Seelenecke hocken voller Angst oder ich konnte auf das schauen, was alles da war in mir! Wenn ich meine Gedanken ordnete, verloren sie einen Großteil des ihnen anhaftenden Schreckens! Wenn ich mit dem Gedanken „Aug in Aug mit dem Leben“ in Behandlungsphasen ging, fühlte ich mich nicht mehr ausgeliefert! Sondern ich konnte den Rücken gerade machen und sagen „Jetzt erst recht“!

Ich könnte die Reihe solcher Beispiele endlos fortführen und deshalb stehe ich vor einer Frage, die ich mir seit Monaten stelle:
Es gäbe so Vieles zu berichten, es würde ein ganzes Buch füllen… Es wäre ein Buch gegen die Angst.

Es wäre ein ganzes Buch voller Beispiele, wie viel Kraft in unseren Gedanken liegen kann. Wie sehr wir Gestalter unseres Lebens sein können, wenn wir uns nur trauen!

Der Titel hat schon zu mir gefunden: „Es hört nie auf – das Lachen, das Lernen, das Lieben“.

Ich werde nur noch mit mir selber klären müssen, ob ich mich nochmals traue…

Mich traue, meine Welt auch in diesem Jahr erneut zu gestalten.

Magst du mir helfen bei der Entscheidungsfindung und das, was dir durch den Kopf geht, in den Kommentarbereich schreiben? Oder mir bei Facebook eine PN senden? Oder eine persönliche Mail senden an postmaster@petra-milkereit.de ? Ich sage jetzt schon herzlichst Danke dafür!

Vergiss nur nie, bei allem, was auch geschehen mag: ALLES SCHWINGT!

Viele Herzgedanken,

Petra