Die Sache mit dem Schenken

Weihnachten, Zeit der Geschenke. Zeit, um Zeit füreinander zu haben; um sich Ruhe zu gönnen, die Familie und Freunde zu genießen. Das wichtigste Geschenk!

Doch in unserer Gesellschaft gibt es – auch direkt um uns herum! – Menschen, denen es am Nötigsten mangelt. Die nicht wissen, wie sie die Festtage überstehen sollen, weil der Kühlschrank leer und bereits jetzt schon das monatliche Budget verbraucht ist. Verbraucht für die lebensnotwendigen Dinge wie ein Dach über dem Kopf, eine warme Wohnung und Strom, um den Herd anzumachen oder die geringen Vorräte zu kühlen.

Ich schenke gerne Zeit, mein Ohr für die Sorgen, mein Herz für das Mitgefühl und das gemeinsame Lachen. Und obwohl dies der Kern des Weihnachtsfestes ist und ich bei dem Konsumterror dieser Zeit nicht mitspiele, schenke ich doch – sehr überlegt – Hilfe, wo Hilfe dringend benötigt wird.

Nicht nur in fernen Ländern regiert der Mangel das Leben vieler Menschen. Auch um uns herum gibt es viel zu viele, die am Existenzminimum leben. Sie tragen kein Zeichen auf der Stirn: „Sieh her, ich leide, ich weiß nicht ein noch aus“. Sie versuchen, es zu schaffen, ohne dass wir auf sie zeigen könnten, um zu sagen: „Schau nur, wieder jemand, der nicht arbeiten will und vom Staat lebt“.

Man muss kein großes Ding daraus machen, in solch einer Situation ohne Worte zu helfen. Selbst, wenn man es auch nicht „so dicke hat“, sind kleine Gesten in der wirklich hilfreichen Form nichts, was einen ruinieren würde.

Die riesigen Spendenaktionen, die im Advent durch alle TV-Sender getrieben werden wie die Sau durchs Dorf, haben ihre Berechtigung – ohne Frage. Es ist gut und segensreich, speziellen Zwecken durch Geld mehr Möglichkeiten der Forschung/Unterstützung zu ermöglichen.

Doch wer sieht ihn – den unverschuldet ins Abseits geratenen Mitmenschen? Jeder von uns hat „so jemanden“ in seinen Facebook-Kreisen. Wer nicht nur im Tiefflug über alles hinweg liest, sondern mit dem Herzen zwischen den Zeilen, der kann sie erahnen – diese Lebenslagen, in denen Hilfe angebracht ist.

Kleine Gesten können eine große Wirkung entfalten. Wie war das noch? Was feiern wir an Weihnachten?

>Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan< Matthäus 25,40

Nächstenliebe – Liebe

Nehmen wir doch das Fest der Liebe „beim Wort“!

In diesem Sinne wünsche ich mir persönlich viele BEIM-WORT-NEHMER 

Noch ein frohes Weihnachtsfest und denkt immer daran:
ALLES SCHWINGT!