Aschermittwoch

Er stand vor dem Spiegel,

frühmorgens…

schaute hinein,

hob übermüdet die Hände,

ließ seine Fingerkuppen

über die Furchen

der teuflisch grinsenden Maske gleiten,

fragte sich kurz,

wann er diese nur aufgesetzt haben möge…

kein Erinnerungsfetzen mehr da,

sein Hirn leer,

sein Blutdruck Rauschen verursachend in den Ohren,

beängstigende Bilder vor dem inneren Auge –

schwindelauslösend,

tief einatmend um Ruhe bemüht

suchten seine Finger den Rand der Maske…

wie von Furien gehetzte,

ergebnislose Versuche

diese Fratze abnehmen zu wollen…

panische Blicke auf sein Spiegelbild,

Schweißausbrüche –

fahriges Abwischen der Rinnsale,

die über seine Stirn und Wangen rannen…

in der grausamen Erkenntnis gipfelnd,

dass diese Maske… keine war…

(c) Petra