Der Quälmäkel

Kennt jemand von Euch auch einen? Wen, fragt ihr? Kann doch nicht sein, dass der nur bei mir sein Dasein fristet und sein Unwesen treibt!? Den Quälmäkel meine ich!

Er ist immer dann anwesend, wenn irgendjemand in eurem Umfeld nur herummäkelt, wenn ihm dies nicht passt und jenes schon mal lang nicht!

Und wenn eh alle nur blöd sind, nichts verstehen, keinen Geschmack haben und keiner ihm was recht machen kann.

Diese Mäkelei kann einen kirre machen! Da wird sich beklagt, wie schlecht es einem doch ginge – da wird bekrittelt, egal was man auch geleistet hat! Meckern ist ebenso sein Erkennungsmerkmal wie Dauernörgeln.

In feineren Kreisen werden diese Unsitten mit dem Wort beanstanden umschrieben, noch hübscher ist allerdings monieren. Monieren klingt nach Monokel im Auge und führt einen Hauch von Adel mit sich. Die oberen Zehntausend bemängeln oder kritisieren maximal etwas, sie mäkeln selbstverständlich nie.

Nichtsdestotrotz können solche Miesmachereien jeden quälen, der ihnen schutz- und hilflos ausgesetzt ist! Ein Quälmäkel hat kein typisches Erscheinungsbild. An der Optik ist er nicht auszumachen. Er entlarvt sich allerdings selbst, wenn er seiner liebsten Beschäftigung fröhnt, dem dauerhaften Miesmachen, die er in Gestalt eines Menschen deines Umfelds ausführt.

Quälmäkel müssen auf diesen wunderbaren Erdenrund gestoßen sein im Rahmen eines Meteoriteneinschlags oder sie waren vor Menschengedenken Teil einer Invasion. Möglicherweise haben sich Außerirdische dem Befall durch Quälmäkel auf diese Weise entzogen: kurze Landung auf der Erde, alle Mann raus aus dem Raumschiffen und des Quälmäkelbefalls entledigt!  Da kann man nur spekulieren!

Ein Quälmäkel an sich ist ohne ansprechende Form, eher kann man sein wahres Erscheinungsbild  vergleichen mit einer Amöbe. Er schlüpft unversehens in eines deiner Familienmitglieder oder einen Arbeitskollegen und sofort schlägt die Stimmung um: plötzlich ist alles falsch etc. pp.

Hinter vorgehaltener Hand wird als einzig wahre Vertreibungsaktion ein Vorgehen wie folgt angeraten:

Wenn man sich sicher ist, mit einem vom Quälmäkel Befallenen konfrontiert zu sein, hilft angeblich nur, den Betreffenden völlig perplex zu machen mit der Konfrontation der Enttarnung!

Ein lautes „Ich habe dich erkannt, du Quälmäkel! Fahre aus und kehre nie zurück!“ soll schon zu lautem, verblüfftem Lachen geführt haben, auf Grund dessen der Quälmäkel tatsächlich das Weite suchte!

So rufe ich euch auf, die ihr ihn ebenso kennt wie ich:

Kämpfen wir gemeinsam gegen diesen miesepetrigen Befall aus dem All, diesen missbilligend Unwilligen und rüde Rügenden!

Denn: ALLES SCHWINGT!

Herzlichst, Petra