Archiv für den Monat Februar 2016

Form-Frau

Form-Frau

Ich form´ mir ´ne Frau!

Das denkst du! Genau?

Eine, die schick ist-

Genauso wie du´s bist…

Ohn´ Fehl und Tadel,

gern von altem Adel.

Gut zehn Jahre jünger,

so´n echter Bringer!

Sexy und reich,

die Haut noch ganz weich.

Das Haar eine Pracht,

aktiv in der Nacht.

in der Küche ´ne Eins,

Gehirn lieber keins!

Mit oben recht viel,

Benehmen und Stil.

Die Beine ganz lang,

obendrein schlank.

NEIN ist ein Fremdwort,

begeistert für Sport.

Ein gefügiges Wesen,

verursacht kaum Spesen!

Doch diese Traumfrau,

das weißt du genau,

stünde auf ´nem Podest-

klug, wenn´s formen du lässt!

   © Petra Jähnke

Fotografie: Yvanka Yvuschka

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Ich werde antworten!

Zwiegespräch mit mir selbst

Zwiegespräch mit mir selbst

Mitten in den alltäglichsten Geschäftigkeiten meldet es sich plötzlich: mein innerstes Ich.

Während allerhand Banalitäten zu erledigen sind oder auch konzentriertes Arbeiten angesagt wäre.

 Dann fühlt es sich animiert, wodurch auch immer, unvermutet das Wort an mich zu richten! Es ist  – wie erwähnt –  mein innerstes Ich, beileibe nicht mein zweites! Denn ich bin nun mal ich.

Manchmal das äußere, manchmal das innerste… aber stets ICH.

Nun gut, es drängt sich dann in den Vordergrund, dies Innerste und fragt mit vorwurfsvoller Stimme:

Sag mal, was mach ich da eigentlich gerade, hää? Finde ich nicht selber blödsinnig, was ich da  tue????

Uppssss!

Das durchfährt mich jedes Mal aufs Neue wie ein Blitzschlag! Mitten im Tun erstarrend lausche ich fasziniert, was denn noch käme von Innersten….aber es kommt nichts!

Aha! Das ist typisch, mal wieder einen Brocken vor die Füße geworfen, so ganz im Sinne von:

Friss oder stirb!

Ich kenne mein Innerstes recht gut, wir müssen schon seit Ewigkeiten miteinander auskommen…

Also innehalten mit der äußeren Aktivität, atemloses Hineinhorchen ist angesagt!

Leere….ach herrje…!

Leise aufsteigende Panik: ja, kenne ich mich so wenig selbst? Warum kam denn diese warnende, maßregelnde innere Stimme?

Keine Zeit zum tieferen Nachforschen, Dringlichkeiten fordern ihr Recht, weiter machen mit diesem grummelnden, nörgelnden Innersten tief drin.

Eindringlich beschwichtigende Besänftigungsformeln in dessen Richtung und von dort nur spöttisches Kopfschütteln und überhebliches Zurücklehnen.

Oh wie ich das hasse, dieses zwiespältige Durch-den-Tag-kommen!

Dann endlich Zeit, mit mir selbst ins Gespräch zu kommen:

  • So…nun ist Ruhe, also was war denn schon wieder, was gab es zu bemängeln an meinem Tag?

Lächerlich, mich DAS zu fragen, also wirklich…ich hätte mir mehr Durchblick zugetraut!

  • Lass bitte dieses besserwisserische Getue! Sag frei heraus, was mich gestört hat!

Gestört? Nichts! Unpassend war das alles, nicht harmonisch im Einklang mit mir.

  • Im Einklang…aaaaaahja! Ist es denn so schlimm, wenn ich mal Dinge übernehme, die mir nicht ganz liegen? Ich habe es tun müssen, weil es kein anderer sonst täte.

Hilfe, das kann ich schon auswendig! Andere sind mir zu wichtig, ich sollte das endlich mal lernen, begreifen, ändern.

  • Zeit des Zurückschauens, des Reflektierens.
  • Resümee ziehen ist angesagt. Aber dafür bedarf es des Blickes nach innen, nicht wahr?

Völlig richtig! Nur was, wenn ich nach innen schaue und keiner ist da? Weil ich mal wieder „aushäusig“ bin wegen „Sachzwängen“, hm?

  • Ich bin immer anwesend, ich bemerke mich nur nicht. Ja wie denn auch, wenn um mich rum die Stürme toben!

Vielleicht sollte ich hin und wieder Deckung suchen vor ihnen, diesen fremdbestimmten Stürmen. Vor diesem Wotan und seiner wilden Horde, die immer angestürmt kommen, wenn ich am wenigsten damit rechne.

  • Welch kluge Entscheidung! Und ich sollte nicht alle dümmlichen Bemerkungen an mich ran lassen. Sie verursachen nur diffuses Unwohlsein und ich muss dann erst langwierig in mir herum suchen, was mir nun schon wieder auf der Leber liegt.

Wohl wahr, weiseste der Weisen… So viel Lebensklugheit und so wenig Gebrauch von ihr!

 

Und dann sitze ich da, grinse vor mich hin und denke:  

also mal ganz ehrlich, mit mir unterhalte ich mich am liebsten:-)

 

Alles schwingt! Petra

 

 

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