Blinky – Von Sternen am dunklen Nachthimmel und Sternen in unseren Herzen

Immer, wenn die dunkle Jahreszeit kommt mit ihren langen, kalten Nächten und den Menschen in ihren Zimmern auch manches Mal ganz kalt wird ums Herz, dann ist Blinkys Zeit.

Er ist ein sehr kleiner, aber besonders hell leuchtender, sehr wohlig-warmer Stern. Er hat keinen festen Punkt am Himmelszelt wie all seine anderen viel größeren Brüder. Oh nein! Er fliegt schnell wie ein Torpedo zwischen ihnen allen hindurch und bewundert deren Strahlen auf dem samtig schwarzen Untergrund des weiten Universums. Er grüßt den großen Jäger, ein Sternbild am Winterhimmel; er saust um den großen und den kleinen Wagen herum, die nördlich stehen und ganz besonders mag er Kassiopeia, weil dort hindurch die Milchstraße verläuft und viele blitzende Sternenhäufchen in ihrer Nähe sind.

Nachdem er überall vorbeigeflogen ist und Kraft getankt hat, beginnt er seine eigentliche Mission. Winzig klein wie er ist, fliegt er in den dunkelsten Nächten zur Erde hinunter und sucht nach den Menschen, die in stillen Räumen sitzen und deren Herzen kalt sind vor Einsamkeit und Traurigkeit. Denn Blinky kann diese besondere Dunkelheit und Kälte erspüren…

Er hat viel zu tun, der kleine Strahlestern, denn in unzähligen Häusern findet er Menschen vor, deren Leben gerade in der Winter- und Weihnachtszeit ohne Licht und Wärme ist.

Wenn er über einem dieser Menschen seine kleinen schnellen Kreise zieht, dann wartet er auf den passenden Augenblick. Der ist gekommen, wenn sich Tränen aus den Augen ihren Weg gesucht haben bis auf die Lippen des Menschen und von dort salzig-traurig abgeleckt werden. Dann taucht er wie ein Blitz hinein in eine dieser Tränen und  gleitet mit ihr ganz sachte hinab bis ins Herz.

Er flitzt durch alle Herzenskammern und in alle Winkel, bis er jene gefunden hat, in denen die schönen Bilder der Erinnerungen und die Kinderseele des Menschen gelagert sind. Dort schaltet er sein Strahlen ein und gibt all seine Wärme ab, die er hat. Manchmal muss er sehr lange dort verweilen, bis sich das Herz erwärmt und dadurch die Tränen trocknen.

Wenn das aber geschehen ist, dann schleicht er sich ganz vorsichtig durch einen der Tränenkanäle mit den letzten erleichtert geweinten Tränen wieder hinaus und sucht sich das nächste Herz, in das er seine strahlende Wärme legen kann.

Hast du es auch schon erlebt, dieses Weinen und dann dieses warm werden ums Herz? Dann sei sicher:

Blinky, der kleine Strahlestern war bei dir!

Alles schwingt! Petra

 

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
Ich werde antworten!

 

Ein Gedanke zu „Blinky – Von Sternen am dunklen Nachthimmel und Sternen in unseren Herzen

  1. Bibberchen

    Deine Geschichten und Beiträge… sie berühren mich immer wieder.
    Nur für den Fall, daß Du mal in ein Tränental kommen solltest… möge immer ein Blinky in Deiner Nähe sein um Dich dann zu trösten und Dir wieder ein strahlen in Deine Augen zurück zu holen!

    Alles Liebe * Bibberchen

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