Nebel-Welt

Satt und schwer und doch zugleich wie feinstes Gespinst lagert der Bodennebel auf den Feldern. Alles hüllt er ein in sein grau-schattierendes Tuch, langsam und lautlos kriecht er zwischen den Häusern tiefer hinein in den Ort.

Alles klingt gedämpft, irgendwie verändert sieht die Umgebung aus. Weit entfernt schält sich nur vage ein Umriss aus dem tiefliegenden Nebel, ein einsamer Fußgänger nähert sich auf dem Bürgersteig. Seine Schritte klingen wie durch Watte gemildert an das Ohr.

Dies ist einer der Momente, in denen du dich fühlen kannst wie entrückt – der Zeit und des Alltags enthoben. Das Gefühl von eins-sein mit der Welt keimt in dir auf, zaghaft und ungläubig spürst du ihm nach.

Eins zu sein mit allem um dich herum, gemeinsam unter einer Decke aus federleichter Textur, hautfreundliche Feuchtigkeit beinhaltend. Alles wie im Weichzeichner unscharf und meist nur zu erahnen – Phantasie beflügelnd, Beklommenheit hervorrufend, Einsamkeit vermittelnd. Wie von einer Zauberhand sachte bewegt wabern die Nebelfelder…

Petra Jähnke, 11/2014

Alles schwingt…

Petra

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