MANCHMAL BLEIBT NUR DER BLUES

Auf der Seele liegt zentnerschwer ein Wackerstein,

jede Tasche, um ihn tragen zu wollen, wäre zu klein.

Alles klingt nur nach Fadheit,  Lügen  und Schmus!

Der Himmel so grau wie das Seelenwetter,

weit und breit nichts zu sehen von einem Retter –

                 es gibt einfach Tage, da bleibt dir nur der Blues!                    

 

Innen drin alles auf null, Emotionen hemmend,

die Atmosphäre um dich rum zutiefst beklemmend.

Nach Spott und Hohn klingt für dich jeder Gruß!

Schaust dir selber zu, als stehst du daneben,

bist ernüchtert von diesem Gleichmaß im Leben –

manchmal gibt es Tage, da bleibt dir nur der Blues!

 

 

Egal, was du anpackst, es geht alles schief,

nichts von dem, was bisher so problemlos lief

will dir heute gelingen! Wie eine Schicht Ruß

klebt in deinen Kleidern die lähmende Trägheit,  

also nimm es so an, es wird höchste Zeit:

dies ist so ein Tag, da bleibt dir nur der Blues!

 

Ist das nicht befreiend, sich im Elend zu sühlen?

In dem eigenen Seelenmorast zu wühlen?

Also hab keine Scheu, erlaub es dir, tu´s!

Lass von echten Könnern den Blues dir spielen,

die mit jeder Note auf Wehmut zielen –

Und dann ist´s so ein Tag, da lebst du den Blues!

 

© Petra Jähnke, veröffentlicht 2012 im Lyrika Verlag in „Der Koi (an) der Kü(s)ste“

 

 

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