Frag nicht, warum

Frag nicht, warum

Frag nicht, warum dir Schlimmes widerfährt-
Du wirst keine Antwort erhalten.
Sag lieber: Ja, ich bin die Kraft mir wert,
dem Lebensdruck stand zu halten.

Ein kurzes Einknicken sei dir erlaubt,
doch strecke niemals die Waffen!
Das Schicksal hat den Mut dir geraubt?
Es ist an dir, dich zusammen zu raffen!

Nur wer aufgibt, wird kampflos untergehen,
Selbstmitleid ist kein guter Berater.
Motiviere dich und bleib aufrecht stehen,
sei dir selbst Coach und Beichtvater!

Geh deinen Weg, doch geh ihn bewusst-
Und seist du auch noch so geschwächt.
Denn nur was du auch willst ist,
was du auch musst-
So wirst du dir selber gerecht.

©Petra Jähnke, veröffentlicht in „Der Koi (an) der Kü(s)ste“,2012 erschienen im Lyrika Verlag

 

2006 bekam ich Brustkrebs. Ich weiß also, wovon ich schreibe, wenn ich sage: Frag nicht, warum.
Ganz bei sich selbst zu bleiben ist der einzig richtige Weg, um durch Schicksalsschläge gleich welcher Art zu kommen.
Rundum informiert zu sein ist Grundbedingung für den eigenen Weg.
Vogel-Strauß-Politik war noch nie eine Entscheidungshilfe.
Im Elend zu versinken noch viel weniger.
Das gilt auch für jede andere Krankheit, die dich treffen kann.

Reanimiere deinen Verstand, der anfangs dabei ist, sich zu verabschieden. Gib ihm Futter in Form von Wissen und Informationen, damit er beschäftigt ist und beweisen kann, dass er zu etwas nütze ist. Scheue keinen Weg, um an Wissen und Informationen zu gelangen.
Es geht um dich* und nicht um Hinz oder Kunz! Niemand kann je wichtiger und kompetenter sein als du selbst in der Beurteilung dessen, was zu tun, durchzustehen und – Ja! – auch zu erleiden sein wird.
Wenn dein Verstand seine Aufgabe erfüllt hat, lass all das erworbene Wissen von deinem Inneren beurteilen. Dein Inneres? Dein Urwissen meine ich, dein Bauchgefühl, dein Gespür für dich selbst. Höre in dich hinein und dann triff die Entscheidung, die deine* sein wird für den weiter zu gehenden Weg.

Er wird nicht leicht sein, dieser Weg. Du wirst immer wieder (ver)zweifeln, in die Knie gehen und die tiefsten Seelentäler durchqueren. Aber es wird deiner* sein. Du wirst verstehen, was dir für Diagnosen gestellt werden, wirst die anstehenden Behandlungen abnicken und körperliche Reaktionen einordnen können.
Steh dahinter, hinter dir selbst, wenn du ihn gehst, diesen Weg.

Verlasse die Opferrolle und werde zum bewusst handelnden Täter.

Dein inneres Schwingen mag zeitweise außer Kraft gesetzt werden, aber es zieht sich nur zurück, um in einem neuen ´Kleid´ zu einem gereifteren Teil von dir zu werden.
Wir Menschen wachsen an dem, was wir zu tragen auferlegt bekommen – hab Vertrauen in Gott, in das Universum, in deinen Schutzengel, in wen immer auch – aber zu allererst habe Vertrauen in dich selbst.

Alles schwingt!

Petra

Zu diesem Beitrag findet sich ergänzend in meinem ´Koiteich´folgende Seite:

http://www.petra-jaehnke.de/Es-h.oe.rt-nie-auf.htm

 

Dieses kleine Buch erzählt eine Geschichte vom eigenen Weg, den es zu gehen gilt

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
Ich werde antworten!

 

2 Gedanken zu „Frag nicht, warum

  1. H. Goebel

    Guten Tag liebe Petra, wunderbare Zeilen habe ich bei dir gelesen. Sie geben Mut für viele traurige Stunden in allen Lebenslagen. Mach bitte weiter so.

    Gefällt mir

    Antwort

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