Gefühls-Farben – Teil 1

Fred 64, A - Kopie

Vor einiger Zeit fragte mich eine Freundin, ob ich ihr aus meiner Sicht den Unterschied zwischen Hass und Verachtung erklären könne.

Ich denke in Bildern, Farben, Geräuschen und Gerüchen, sprich:

mit allen Sinnen auf Empfang, und so fällt meine Erklärung sehr ´persönlich gefärbt´ aus.

Hass und Verachtung,  diese beiden Gefühle sind Geschwister, allerdings sehr unterschiedlich, so verschieden wie Geschwister nur sein können.

Der Hass ist eine aufwühlende Emotion. Oft schlägt sein Gegenpart, die Liebe, um in ihn. So wie auch die Liebe eine Emotion voller aufwühlender Elemente ist, so ist es auch der Hass:

Er ist grell und durchdringend, er verursacht Abwehrreaktionen und manchmal auch Mordgelüste. Der Hass kommt laut und mit durchdringenden Tönen im Inneren daher. Nur wenn einem das auslösende Objekt des Hasses noch irgendetwas bedeutet, kann er überhaupt entstehen.

Man sieht sprichwörtlich „rot“… da ist wieder die Verbindung zur Liebe, die ja auch mit der emotionalen Farbe ROT in Zusammenhang gebracht wird… rot wärmt, erhitzt!

Hass kann wie viele kleine Blitze in einem herumtoben und ist immer eine aggressionsbildende Kraft.

Die Verachtung sieht völlig anders aus. Sie ist eine kalte Emotion und folgt dem Hass. Wenn man jemanden verachtet, sieht man ihn mit kalten Augen an, die alles sagen, was man fühlt:

nämlich nur noch dumpf klingende Ablehnung. Sie ist grau und schwer wie ein Stein. Wer verachtet, wendet sich ab, miss-achtet sein Gegenüber, jegliches Verstehen fehlt, weil  da zwei so konträre Pole keinerlei Basis mehr finden können. Ein Mantel aus Eis legt sich um das Herz …

Zwischen die beiden gehört noch eine Emotion: die Enttäuschung

zutiefst enttäuscht zu sein, tut wahnsinnig weh. Enttäuschung ist eher der Verachtung ähnlich…die Seelenfarbe ist ein Wechsel zwischen rot und grau, aber die Seelentöne schwingen noch mehr als bei der Verachtung. Wie angerissene Saiten, die Misstöne erzeugen und einem den Mantel der Trauer umlegen.

Auch bei Enttäuschung dreht man sich ab, leidet aber dabei sehr. Es kann einem kochend heiß werden, wie im Fieber äußert sich manchmal der Körper. Das Herz rast und die Traurigkeit in einem ist glühend wie das Höllenloch…

Richtig tiefgehende Ent-Täuschung zu erleben ist eine der schmerzlichsten Erfahrungen…

denn deren Basis war schlussendlich eine Selbsttäuschung, oft verbunden mit dem Gefühl der Selbsterkenntnis, die wiederum in Schamgefühl gipfeln kann.

 

Dies sind sie nun, die ersten Farben der Gefühle, denen hier Raum gegeben wird. Warum ich ausgerechnet mit diesen* beginne?

Weil sie zerstörerisch sein können, wenn wir sie nicht erkennen und uns ihnen stellen. Denn sie zerstören als allererstes uns selbst und danach….

Meinem Empfinden und Erleben nach besteht unser Leben aus Schwingungen –

Schwingungen in uns selbst und zwischen einander. Sie können positiv, aber auch negativ aufgeladen sein und deshalb werden von nun an meine Blogs mit einem besonderen Gruß enden:

Alles schwingt!

Petra

 

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
Ich werde antworten!

 

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